Banner 75 Jahre stark für Hessen

Die WIBank - 75 Jahre Förderung für ein starkes Hessen

Um diesen Aufgaben gerecht zu werden, bündelt die WIBank öffentliche Mittel von Land, Bund und EU mit nur einem Ziel: Sie sollen dort ankommen, wo sie in Hessen den größten Nutzen entfalten. Als Landesförderinstitut unterstützt sie Unternehmen, Kommunen und Privatpersonen bei wichtigen Investitionen, begleitet Innovationen und stärkt wirtschaftliche wie gesellschaftliche Strukturen auf nachhaltige Weise.

Im Mittelpunkt ihrer Arbeit sieht sie die Förderung von Gründungen und mittelständischen Unternehmen sowie die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen. Ebenso engagiert sich die Bank für bezahlbaren Wohnraum, moderne Bildungs- und Betreuungsangebote, nachhaltige Mobilität und den Ausbau digitaler Infrastrukturen. Als zwischengeschaltete Stelle für europäische Programme sorgt sie dafür, dass EU-Mittel gezielt in Qualifizierung, Beschäftigung und soziale Teilhabe fließen – alles für die Menschen in Hessen.

Von den Anfängen zur Strukturentwicklung – 1950 bis 1970

Die Wurzeln der WIBank reichen ins Jahr 1950 zurück, als das Land Hessen und die Hessische Landesbank Darmstadt am 01. März einen Vertrag schlossen, um die staatliche Förderung bankmäßig abzuwickeln. Staatliche Förderprogramme sollten gebündelt und der dringend benötigte Wohnungsbau vorangebracht werden. Die "LTH Landestreuhandstelle Hessen" nahm dazu am 01.04.1950 ihren Dienst auf. Bereits 1951 folgte die “Hessische Treuhandverwaltung GmbH HTV”. Die wickelte zuerst Wiedergutmachungsansprüche ab, um dann das Förderspektrum auf kleine und mittlere Unternehmen auszuweiten.

Mit der Umfirmierung zur „Hessischen Landesentwicklungs- und Treuhandgesellschaft mbH – HLT“ 1965 erhielt die Institution ein erweitertes Aufgabengebiet: Sie sollte noch aktiv zur regionalen Strukturentwicklung beitragen. Die 1970er-Jahre standen im Zeichen wachsender Professionalität – mit einer eigenen Beteiligungsgesellschaft, der „MBGH Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Hessen mbH“ und einem ersten Standort in Wiesbaden.

Europäische Verantwortung und Modernisierung – 1980er und 1990er

Ein bedeutender Wandel setzte 1989 ein. Das Land schied als Gewährträger bei der Helaba aus, lies aber die Treuhandaufträge bewusst bestehen. Die Umwandlung zur Aktiengesellschaft, „Wirtschaftsförderung Hessen Investitionsbank AG – Hessische Landesentwicklungs- und Treuhandgesellschaft“ (HLT)“, 1990 öffnete neue Handlungsspielräume. Bereits 1992 übernahm die Institution die Umsetzung des Europäischen Sozialfonds (ESF) in Hessen – ein Schritt, der ihr europäisches Profil nachhaltig prägte. Der ESF ist das wichtigste Instrument der EU-Mitgliedsstaaten zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit.

Die 1990er-Jahre brachten umfangreiche Modernisierungen: neue digitale Systeme, Risikokapitalfonds und große Sondervermögen, die Investitionen in Wohnraum und Infrastruktur ermöglichten. Damit entstand die Grundlage für eine Förderlandschaft, die thematisch breit und zugleich strategisch ausgerichtet war.

Neuausrichtung und Digitalisierung – Die 2000er Jahre

Um die Jahrtausendwende stärkten die Einbindung in die Helaba-Gruppe und die Umbenennung zur „InvestitionsBank Hessen AG (IBH)“ das Förderprofil weiter. Bedeutende Infrastrukturfinanzierungen sowie die Ausgliederung des Beteiligungsgeschäfts in die „IBH Beteiligungs-Managementgesellschaft Hessen mbH“ zahlten ebenfalls darauf ein. Auch die Umwandlung zur „Investitionsbank Hessen“ und Umwandlung der Gesellschaft in eine Anstalt öffentlichen Rechts mit Gewährträgerhaftung des Landes 2005 prägten diese Phase. 2007 wurde die LTH innerhalb der Helaba neu organisiert und als „LTH – Bank für Infrastruktur – rechtlich unselbstständige Anstalt in der Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale“ (LTH – Bank für Infrastruktur) bezeichnet.– flankiert vom Aufbau des ersten digitalen EU-Kundenportals.

Eine Bank entsteht 2009 neu

2009 wurden die IBH und die LTH zur heutigen WIBank zusammengeschlossen – Der vollständige Name lautet: "Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen - rechtlich unselbstständige Anstalt in der Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale". Ein Schritt, der die Förderaktivitäten erstmals unter einem gemeinsamen Dach konzentrierte. Zugleich übernahm die Bank neue Aufgaben als EU-Zahlstelle, verbunden mit der Verantwortung für die Agrar-Förderprogramme.

Die folgenden Jahre waren von dynamischer Weiterentwicklung geprägt: neue Programme für kleine Unternehmen, Anleiheemissionen ab 2012, die das Finanzierungsspektrum erweiterten, sowie das Hessen-Mikrodarlehen 2013, das Gründerinnen und Gründern bis heute den Einstieg erleichtert. Ab 2015 kamen zentrale Digital- und Infrastrukturprojekte hinzu, während die Umsetzung der Hessenkasse ein wesentlicher Beitrag zur Stabilisierung kommunaler Haushalte wurde.

Stabilität, Innovation und Zukunftsorientierung – bis heute

Mit Beginn der Corona-Pandemie 2020 übernahm die WIBank eine Schlüsselrolle in der wirtschaftlichen Stabilisierung des Landes. Sie setzte umfangreiche Hilfsprogramme um, half tausenden Unternehmen durch die Krise und machte zusätzliche europäische Mittel schnell nutzbar. 2021 knackte das WIBank-Neugeschäft die drei Milliarden Euro Grenze.

In den darauffolgenden Jahren baute die Bank ihre digitale und strategische Ausrichtung weiter aus: mit dem „WIBot“, einer gestärkten Kommunalberatung und modernen Finanzierungsinstrumenten. Ein Meilenstein war 2024 die Emission der ersten blockchainbasierten digitalen Namensschuldverschreibung einer deutschen Förderbank. Mit dem HessenFonds 2025 eröffnete die WIBank Unternehmen neue Möglichkeiten, Transformation und Innovation gezielt voranzutreiben.

75 Jahre WIBank Stimmen, die gratulieren.

Ein Ausflug in die hessische Fördertradition

Nach dem Blick auf 75 Jahre WIBank lohnt ein Schritt weiter zurück zu den Wurzeln der hessischen Fördertradition. Bereits 1832 entstand mit der Landeskreditkasse zu Kassel eines der ersten öffentlich?rechtlichen Förderinstitute Deutschlands. Sie unterstützte Bürgerinnen und Bürger mit günstigen Krediten und prägte die wirtschaftliche Entwicklung Kurhessens entscheidend. 1953 ging sie in der Hessischen Landesbank auf – jenem Institut, unter dessen Dach später auch die WIBank entstand.

Wie sich die LKK entwickelte und welche Rolle sie bis heute in der Fördergeschichte Hessens spielt, vertiefen wir in unserem Podcast. Zum Download Klicken Sie bitte hier. Oder starten direkt mit dem Button.

 

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?

Claudia Ungeheuer

Kontakt

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?

Claudia Ungeheuer

Verwendung von Cookies

Die WIBank setzt beim Besuch der Website und der Nutzung des Chatbots gelegentlich essentielle Cookies ein. Außer den essentiellen Cookies verwendet die WIBank keine Cookies. Cookies sind kleine Textdateien, die auf Ihrem Rechner abgelegt werden und die Ihr Browser speichert. Sie dienen dazu, unser Angebot nutzerfreundlicher zu machen - beispielsweise damit ein vorgeschalteter Disclaimer nicht mehrmals von Ihnen bestätigt werden muss. Solche von uns verwendeten Cookies sind sogenannte "Session-Cookies", weil sie nach Ende Ihres Besuchs automatisch zurückgesetzt werden. Unsere essentielen Cookies richten auf Ihrem Rechner keinen Schaden an und enthalten keine Viren. Wenn Sie keine Cookies erlauben möchten, können Sie das in den Einstellungen Ihres Browsers jederzeit unterbinden oder bereits gesetzte Cookies löschen. Unter Umständen sind dann nicht alle Funktionen unserer Website nutzbar.

Datenschutz