bauen & wohnen Darlehen

Hessen-Baudarlehen (Neubau einer selbstgenutzten Immobilie)

Das Land Hessen fördert den Bau oder Kauf eines neuen Ein- oder Zweifamilienhauses oder einer Eigentumswohnung zur Selbstnutzung mit einem Hessen-Baudarlehen (HBD).

Antragsmappe downloaden
  • Aktueller Zinssatz 1,05 Prozent
  • Effektiver Zinssatz 1,15 Prozent
  • Nachrangiger Eintrag im Grundbuch

Was wird gefördert?

  • Bau von selbstgenutzten Eigenheimen oder Eigentumswohnungen
  • Erwerb von neu geschaffenem Wohnraum

Was unterscheidet das Hessen-Baudarlehen von anderen Darlehen?

  • Zinsgünstige Darlehen bei nachrangiger Eintragung der Grundschuld für das vollständige Darlehen im Grundbuch. Dadurch haben Sie ggf. die Möglichkeit bei Ihrer Hausbank für die restliche Finanzierung einen geringeren Darlehenszinssatz zu erhalten;
  • Sondertilgungsmöglichkeiten ohne Zinsaufschlag für Darlehensanteile, die den Betrag von EUR 80.000,00 übersteigen (weitere Erläuterungen finden Sie unter „Was sind die Konditionen?“)

Sie möchten eine gebrauchte Immobilie erwerben? Dann informieren Sie sich über unser Hessen-Darlehen .

Wer wird gefördert? 

  • Haushalte mit/ohne Kinder
  • Generationenverbundenes Wohnen
  • Einzelpersonen sind von der Förderung ausgeschlossen

Welche Voraussetzungen gibt es?

Gerne können Sie die Fördervoraussetzungen mit unserem Förderrechner prüfen. Diesen finden Sie am Ende dieser Seite. Wir weisen darauf hin, dass hieraus kein Anspruch auf eine Förderung abgeleitet werden kann

Eigenkapital und Eigenleistung
Es sollen mindestens 15 Prozent der Gesamtkosten als Eigenleistung (Eigenkapital, Wert des eigenen Baugrundstücks sowie Selbst- und Verwandtenhilfe) erbracht werden. Geldmittel oder der Wert des eigenen Baugrundstücks sind dabei mindestens in Höhe von 10% der Gesamtkosten nachzuweisen.

Förderungsausschluss bei Baubeginn vor Bewilligung
Mit dem Bau darf vor Bewilligung der Förderungsmittel noch nicht begonnen worden sein. Der Grundstückskaufvertrag darf bereits abgeschlossen sein, bzw. das Grundstück darf sich schon im Besitz der Antragsteller befinden.

Beim Erwerb von neu gebauten Eigenheimen oder Eigentumswohnungen darf der notarielle Kaufvertrag noch nicht abgeschlossen sein, es sei denn, der Kaufvertrag enthält einen Rücktrittsvorbehalt zu Gunsten des Erwerbers für den Fall der Ablehnung des Förderungsantrags.

In begründeten Ausnahmefällen kann die Wohnungsbauförderstelle einen vorzeitigen Baubeginn bzw. Kaufvertragsabschluss genehmigen.

Einkommensgrenzen
Folgende Einkommensgrenzen dürfen nicht überschritten werden (Bruttoangaben modellhaft für Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit angegeben):

 EinkommensgrenzeJahresbruttoeinkommen
2-Personenhaushalt39.735 Euro / Jahr(= brutto ca. 57.700 Euro / Jahr)
Zuschlag für jede weitere Person8.055 Euro / Jahr(= brutto ca. 11.500 Euro / Jahr)
Zusätzlicher Erhöhungsbetrag für jedes Kind650 Euro / Jahr(= brutto ca. 920 Euro / Jahr)

Maßgebend ist das anrechenbare Jahresgesamteinkommen des Antragstellers und der zur Familie zu zählenden Angehörigen nach § 7 HWoFG in der jeweilig gültigen Fassung.

Monatliche Mindestbelastung
Die monatliche Belastung aus der Finanzierung muss mindestens 400 Euro betragen. Dabei kann maximal ein Tilgungssatz von 3 Prozent berücksichtigt werden.

Dies gilt nicht bei Ausbau und Erweiterung bestehender Gebäude.

Förderfähiger Wohnraum

  • Bau oder Erwerb von neu geschaffenem Wohnraum mit bis zu zwei Wohnungen zur Selbstnutzung
  • Die Wohnfläche sollte mindestens 40 m² betragen und für die vorgesehene Haushaltsgröße geeignet sein
  • Die Gebäudekosten müssen angemessen sein
  • Ausbau und Erweiterung bestehender selbstgenutzter Ein- und Zweifamilienhäuser zum generationenverbundenen Wohnen, wenn eine vollständige Wohnung entsteht
  • Erweiterung von Wohnraum zur angemessen Wohnraumversorgung der Familie und zur behindertengerechten Wohnraumversorgung

Förderausschluss
Ausgeschlossen ist eine Förderung in Fällen, in denen sie offensichtlich nicht angemessen wäre. Dies kann insbesondere bei Ein- und Zweifamilienhäusern auf außergewöhnlich großen Grundstücksflächen, mit außergewöhnlich großen Wohnflächen und bei Wohnraum mit Luxusausstattung der Fall sein.

Aufnahme weiterer Fördermittel
Für Wohnraum, der mit dem Hessen-Baudarlehen gefördert wird, dürfen keine anderen Wohnungsbauförderungs- oder Modernisierungsmittel des Bundes oder des Landes sowie keine weiteren Mittel aus dem Wohneigentumsprogramm der KfW in Anspruch genommen werden.

Zulässig ist die Inanspruchnahme von Mitteln der Denkmalpflege, der Städtebauförderungsprogramme und des Dorferneuerungsprogramms sowie der Förderprogramme der KfW für energieeffizientes Bauen.

Wie sind die Konditionen?

Die Darlehensabsicherung erfolgt im Grundbuch nachrangig.

Förderungshöhe
Die Darlehenshöhe richtet sich nach den örtlichen Bodenpreisen:

Grundstückswert je m² Boden einschließl. ErschließungskostenDarlehen - GrundbetragSondertilgungsmöglichkeiten
bis 150 Euro80.000 Euro-
150 Euro bis unter 200 Euro85.000 Euro5.000 Euro
200 Euro bis unter 250 Euro90.000 Euro10.000 Euro
250 Euro bis unter 300 Euro95.000 Euro15.000 Euro
300 Euro bis unter 350 Euro100.000 Euro20.000 Euro
350 Euro bis unter 400 Euro105.000 Euro25.000 Euro
400 Euro bis unter 450 Euro110.000 Euro30.000 Euro
ab 450 Euro115.000 Euro35.000 Euro

Von einem Grundstückwert von 150 Euro/m² wird ausgegangen, wenn

  • die Grundstückskosten geringer als 150 Euro/m² oder nicht ermittelbar sind
  • Schenkungen oder Erbschaften vorliegen
  • der Grundstückserwerb länger als 10 Jahre zurückliegt

Bei Erbbaurechtsgrundstücken wird vom Verkehrswert des Grundstückes ausgegangen.

Das Darlehen darf 50 Prozent der Gesamtkosten nicht überschreiten und sollte mindestens 50.000 Euro betragen.

Die Darlehensabsicherung erfolgt im Grundbuch nachrangig. Dadurch haben Sie ggf. die Möglichkeit, bei Ihrer Hausbank für die restliche Finanzierung einen geringeren Darlehenszinssatz zu erhalten.

Sondertilgungsmöglichkeiten

Sie haben ab einem Darlehensbetrag von 85.000 Euro die Möglichkeit, Sondertilgungen zu leisten.
Die Höhe der Sondertilgung über die gesamte Darlehenslaufzeit hinweg richtet sich nach der Höhe des möglichen Darlehens. Die Sondertilgungsmöglichkeit ist in unseren Darlehensverträgen ab 85.000 Euro Vertragsbestandteil und hat keine Erhöhung des Zinssatzes zur Folge.

Sie können den Betrag in einer Summe oder über die Jahre hinweg, in Summen ab 1.000 Euro p.a., sondertilgen. Nach Tilgungsbeginn reduziert sich die Sondertilgungsmöglichkeit um den jeweils bereits getilgten Betrag.

Beispiel:

Darlehen von 90.000 Euro. Sondertilgungsmöglichkeit während der 2 tilgungsfreien Anlaufjahre: 10.000 Euro.

Sobald die Tilgung einsetzt, reduziert sich dieser Wert monatlich um die darauf bereits geleistete Tilgung auf den Darlehensteilbetrag von 10.000 Euro. Wenn Sie z.B. bereits 500 Euro reguläre Tilgung über Ihre Leistungsrate für diesen Darlehensteil geleistet haben, können Sie noch 9.500 Euro als Sondertilgung einzahlen. Den aktuellen Stand können Sie dann jederzeit bei der WIBank erfragen.

Bei den 10.000 Euro handelt es sich nicht um eine jährliche Sondertilgungsmöglichkeit. Dieser Maximalbetrag kann während der Sollzinsbindungsperiode von 10 Jahren, abzüglich der bereits darauf geleisteten Tilgung, gezahlt werden.

Die Beträge sind abhängig von der Förderhöhe und können nicht erhöht werden. Bei Beträgen von 80.000 Euro und weniger haben wir leider keine Möglichkeit Sondertilgungen anzubieten.

Bei Gebäuden in Passivhausbauweise haben Sie zusätzlich eine Sondertilgungsmöglichkeit in Höhe von  20.000 Euro.

Passivhausbauweise
Bei Gebäuden in Passivhausbauweise oder mit einem vergleichbaren Standard kann das Darlehen um weitere 20.000 Euro erhöht werden. Bitte sprechen Sie ggf. mit der zuständigen Wohnungsbauförderstelle.

Landesbürgschaft
Für das Darlehen wird eine Landesbürgschaft übernommen. Es gelten die Richtlinien des Landes Hessen für die Übernahme von Bürgschaften zur Förderung des Wohnungswesens in der jeweils gültigen Fassung.

Konditionen

  • Der verbilligte Darlehenszinssatz ist auf 10 Jahre festgeschrieben; danach können Sie das Darlehen zu den dann gültigen marktüblichen Konditionen verlängern
  • Zwei tilgungsfreie Jahre
  • Die Darlehenslaufzeit beträgt circa 25 Jahre
  • Während der tilgungsfreien Anlaufjahre zahlen Sie nur Zinsen. Nach zwei Jahren dann gleich hohe monatliche Annuitäten aus Zins und Tilgung.
  • Das Bearbeitungsentgelt beträgt 1 Prozent der Darlehenssumme und wird bei der Erstauszahlung einbehalten
  • 4 Monate und 2 Bankarbeitstage nach Zusage fällt ein Bereitstellungszins in Höhe von 0,25 % pro Monat auf den noch nicht abgerufenen Kreditbetrag an

Wir bieten Ihnen genannte Konditionen bei nachrangiger Absicherung unserer Grundschuld im Grundbuch. Die Angabe des Zinses und der Tilgung ist variabel.

Beispiel: (Stand 19.12.2017)

Aktuelle Konditionen Hessen-Baudarlehen und Hessen-Darlehen

Sollzinssatz1,05%
Effektivzins*1,15%
Tilgung3,864%

Zum Vergleich:

Derzeitige Konditionen im KfW-Wohneigentumsprogramm  
Sollzinssatz1,55%
Tilgung3,622%

*Der ausgewiesene Effektivzinssatz wurde unter den programmspezifischen Annahmen berechnet. Er steht unter der Annahme, dass der genannte Sollzinssatz für die gesamte Laufzeit eines Darlehens in Höhe von EUR 100.000,00 gilt.

Auszahlung

Das Darlehen wird i.d.R. in vier Raten zu je 25 Prozent ausgezahlt.

  • Nach Fertigstellung der Kellerdecke
  • Nach Fertigstellung des Rohbaus
  • Nach Anbringung des Innenputzes
  • Nach Fertigstellung des Gebäudes einschließlich der für die Funktionsfähigkeit notwendigen sonstigen baulichen Maßnahmen im Außenbereich.

Rechtliche Hinweise

Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht.

Bindungen
Die geförderte Wohneinheit ist für die Dauer der Zinsverbilligung (10 Jahre) von den Förderberechtigten zu nutzen. Für den Fall, dass die geförderte Immobilie aus beruflichen oder persönlichen Gründen während der Dauer der Zweckbindung nicht mehr von den Förderberechtigten genutzt wird, kann eine höhere Verzinsung des Hessen-Baudarlehens gefordert werden.

Die Zweckentfremdung der geförderten Wohnung, insbesondere das Leerstehenlassen, ist während der Dauer der Zweckbindung nicht zulässig.

Besicherung
Die Antragsteller haben sich für das Darlehen als Schuldner zu verpflichten. Die WIBank kann verlangen, dass sich der Ehegatte und/oder eine oder mehrere geeignete Personen mit verpflichten.

Das Hessen-Baudarlehen ist durch eine Grundschuld an dem geförderten Objekt sowie etwaigen weiteren von der WIBank bezeichneten Pfandobjekten in der Regel nachrangig zu sichern. Eine ausreichende Beleihbarkeit muss gewährleistet sein. 

Wo muss der Antrag gestellt werden

Die Antragstellung erfolgt bei der zuständigen Wohnungsbauförderstelle bei Ihnen vor Ort (siehe Liste der Wohnungsbauförderstellen unter Downloads).

Entscheidend für die Zuständigkeit der Wohnungsbauförderstelle ist der Landkreis, in dem das Bauvorhaben durchgeführt wird. In Städten mit mehr als 50.000 Einwohnern ist die Wohnungsbauförderstelle bei der Stadtverwaltung angesiedelt, in allen anderen Orten finden Sie die Wohnungsbauförderstelle bei der Kreisverwaltung (Landratsamt).

Die Wohnungsbauförderstelle prüft die Fördervoraussetzungen und leitet Ihren Antrag nach positiver Prüfung an die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen weiter. Hier erfolgt dann die abschließende Prüfung.

Die WIBank garantiert den bei Antragstellung geltenden Zinssatz nur, wenn ihr die zur Bewilligung erforderlichen Unterlagen innerhalb von 6 Wochen nach Antragstellung bei der Wohnungsbauförderstelle vollständig vorliegen. Steht dem Magistrat/Kreisausschuss nur ein begrenztes Mittelkontingent zur Verfügung und reichen die Mittel nicht aus, um alle Anträge zu berücksichtigen, ist eine Auswahl nach sozialer Dringlichkeit vorzunehmen. 


Weg zur Förderung

Antrag stellen bei Wohnungsbauförderstelle.

Wohnungsbauförderstelle prüft Antragsvoraussetzungen und leitet Antrag an WIBank weiter.

WIBank übersendet ggf. nach erfolgreicher Prüfung Förderzusage.

Förderrechner Hessen Baudarlehen (HBD)

Für Privatpersonen, welche eine neu geschaffene Immobilie für sich selbst bauen oder kaufen wollen.

Förderrechner HBD

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?

Infocenter bauen & wohnen

0611 774-7333

Montag bis Donnerstag von 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr, Freitag von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr.

E-Mail schreiben

Zum Kontaktformular
Neuer Inhalt

Kontakt

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?

Infocenter bauen & wohnen

0611 774-7333

Montag bis Donnerstag von 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr, Freitag von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr.

E-Mail schreiben

Zum Kontaktformular
Neuer Inhalt

Verwendung von Cookies

Ein Cookie ist eine kleine Textdatei, die von einer Webseite auf Ihrer Festplatte abgelegt wird. Cookies richten auf Ihrem Rechner keinen Schaden an und enthalten keine Viren, sie enthalten auch keinerlei persönliche Daten über Sie. Sie können die Verwendung von Cookies jederzeit über die Einstellungen Ihres Browsers deaktivieren. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr Informationen hierzu finden Sie unter Rechtliches.

Rechtliches