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21.12.2020

Start-up-Schutzschild Säule II: Bund und Hessen kooperieren

•    Bis zu 20 Millionen Euro Bundesmittel fließen nach Hessen 
•    KfW und WIBank arbeiten bei Hilfen zusammen 
•    Mittel werden über Hessen Kapital I an hessische Start-ups und KMU ausgereicht

Nach wie vor stellt die Corona-Krise zahlreiche Unternehmen in Hessen vor große Herausforderungen. In den vergangenen Monaten sind bereits vielfältige Hilfsmaßnahmen auf den Weg gebracht worden, um hessische Unternehmen dabei zu unterstützen, die wirtschaftlichen Folgen der Krise zu bewältigen. Für eine von der Bundesregierung insbesondere für Start-ups ins Leben gerufene Initiative arbeiten in Hessen die KfW und die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) zusammen: 20 Mio. Euro Bundesmittel aus der sogenannten Säule II werden im Rahmen des vom Land Hessen aufgelegten Corona-Hilfsprogramms „Liquiditätsbeteiligungen“ als Beteiligungskapital zur Verfügung gestellt. Dieses Kapital können hessische Start-ups und kleine Mittelständler dazu verwenden, ihr Eigenkapital zu stärken.

Der Start-up-Schutzschild der Bundesregierung umfasst insgesamt 2 Milliarden Euro und besteht aus zwei Säulen. Die erste Säule zielt auf junge Unternehmen ab, die sich durch Venture-Capital-Fonds finanzieren. Die eigenkapitalähnlichen Mittel aus der Säule II richten sich hingegen an Start-ups und kleinere Mittelstandsunternehmen, die bisher keine VC-Fonds zu ihren Investoren zählen und trotz wettbewerbsfähigem Geschäftsmodell durch die Corona-Krise in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind.

„Mit den hessischen Liquiditätsbeteiligungen geben wir diesen Unternehmen zusätzlichen finanziellen Spielraum, um auch während der Corona-Krise neue Geschäftsmodelle, Produkte oder Dienstleistungen zu entwickeln. Neben der Bewältigung der akuten Folgen der Pandemie ist es für die Unternehmen und damit für den Wirtschaftsstandort Hessen wichtig, dass erfolgreiche Betriebe weiterbestehen und die Chance haben, aus der Krise gestärkt hervorzugehen. Hier setzten die Beteiligungsprogramme an“, sagten Finanzminister Michael Boddenberg und Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir.

„Wir freuen uns, dass wir nun auch mit Mitteln der Säule II Start-ups und kleine Mittelständler in Hessen mit Beteiligungskapital versorgen können. Es ist uns wichtig, zum einen etablierte Unternehmen zu unterstützen, die Krise zu überstehen, und zum anderen, Start-ups mit innovativen Geschäftsmodellen zu ermöglichen, die Wirtschaft von Morgen mitzugestalten“, sagte Dr. Michael Reckhard, Mitglied der WIBank-Geschäftsleitung.  

KfW und WIBank kooperieren bei Hilfen für hessische Unternehmen

Zur Umsetzung der Säule II in Hessen stellt die KfW die entsprechenden Bundesmittel über ein Globaldarlehen der WIBank zur Verfügung und übernimmt 70 Prozent der Risiken. Die WIBank leitet diese Mittel an die Hessen Kapital I GmbH zur Refinanzierung von Beteiligungen aus dem seit Juni existierenden neuen Liquiditätsbeteiligungsprogramm des Landes weiter, das im Zuge der Corona-Krise aufgesetzt wurde.

Unternehmen, die bis zum 31.12.2019 noch nicht in finanziellen Schwierigkeiten waren und nachweislich einen Corona-bedingten Finanzierungbedarf haben, stehen die Gelder in Form von stillen oder offenen Beteiligungen zur Verfügung. Unter Einhaltung der Kleinbeihilferegelung können Unterstützungen bis zu 800.000 Euro, die mit Kapital weiterer Investoren ergänzt werden können, pro Unternehmen genehmigt werden. Anträge hierfür sind bei der BM H Beteiligungs-Managementgesellschaft Hessen mbH zu stellen. Alle wichtigen Infos finden Sie hier.

Der Beteiligungsfonds Hessen Kapital I GmbH wird von der BM H verwaltet. Diese ist eine Tochtergesellschaft der Landesbank Hessen-Thüringen, der WIBank wirtschaftlich zugeordnet und mit Mitteln des Landes Hessen ausgestattet.

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