Bildung, Bewegung, Betreuung unter einem Dach: Modernisierung der Kasseler Jungfernkopfschule mit Unterstützung der WIBank
Im Kasseler Stadtteil Jungfernkopf entsteht eine moderne und zukunftsfähige Bildungsinfrastruktur: Der Neubau einer Sporthalle mit integrierten Räumen für die Ganztagsbetreuung an der Jungfernkopfschule sichert künftig die qualitative Versorgung im Primarbereich. Flankiert wird das Bauvorhaben durch den ressourcenschonenden Umbau der bestehenden, ehemaligen Rundsporthalle zu einer Mensa. Diese Maßnahmen bilden eine wesentliche bauliche Voraussetzung für den planmäßigen Ausbau des ganztägigen Schulbetriebs am Standort.
Strukturierte Finanzierung für die kommunale Infrastruktur
Die Stadt Kassel als Schulträgerin realisiert das Bauprojekt über ein abgestimmtes Finanzierungskonzept mit einem Gesamtvolumen von über 11,2 Millionen Euro. Wesentliche Bestandteile der Finanzierung sind Fördermittel des Landes Hessen aus dem Investitionsprogramm der „Hessenkasse“ sowie ein Kofinanzierungsdarlehen der WIBank. Insgesamt stammen mehr als 6,1 Millionen Euro der investierten Mittel aus den Förder- und Kreditprogrammen des Landes und der WIBank, ergänzt durch Eigenmittel der Stadt Kassel.
Durch diese Investition wird die Jungfernkopfschule an die gestiegenen pädagogischen und demografischen Anforderungen angepasst. Der Ausbau stellt zudem sicher, dass der ab dem Schuljahr 2026/2027 schrittweise in Kraft tretende gesetzliche Rechtsanspruch auf ganztägige Förderung und Betreuung für Grundschulkinder im Stadtteil verlässlich erfüllt werden kann.
Ökologische Bauweise und Erhalt von Bausubstanz
Das Baukonzept zeichnet sich durch einen konsequenten Fokus auf Ressourceneffizienz und CO?-Minderung aus:
- Erhalt grauer Emissionen durch Umnutzung: Anstatt die alte Rundsporthalle abzureißen, wird das Bestandsgebäude entkernt und zur Mensa umgebaut. Durch den Erhalt des Tragwerks und der Fundamente wird vermieden, dass die im Bestand gebundene graue Energie ungenutzt verloren geht, und der Bedarf an CO?-intensiven neuen Baustoffen wie Beton wird minimiert.
- Klimafreundlicher Holzbau: Die erforderlichen Erweiterungsflächen und die neue Sporthalle werden als energieeffiziente Holzkonstruktionen errichtet. Holz bindet während der Wachstumsphase CO? und dient im Bauwerk als langfristiger Kohlenstoffspeicher.
- Regeneratives Energiekonzept: Das Gebäude wird mit einer Photovoltaikanlage zur CO?-freien Eigenstromerzeugung ausgestattet. Eine integrierte Regenwassernutzungsanlage schont zudem die lokalen Trinkwasserressourcen.
„Die Modernisierung unserer Schulen ist eine der wichtigsten Aufgaben der kommunalen Daseinsvorsorge. Mit Unterstützung des Landes Hessen und der WIBank schaffen wir an der Jungfernkopfschule Raumstrukturen, die Bildung, Bewegung und soziale Betreuung optimal miteinander verknüpfen. Besonders hervorzuheben ist der nachhaltige Planungsansatz: Durch die Umnutzung der ehemaligen Rundsporthalle sichern wir wertvollen Baubestand und vermeiden das Entstehen erheblicher Mengen an grauen Emissionen, die bei einem Abriss und Neubau unweigerlich angefallen wären“, erklärt die Kasseler Stadtbaurätin Simone Fedderke.
Multifunktionale Nutzung für Schule und Stadtteil
Neben der Sporthalle, die für den Schulsport sowie den regionalen Vereinsbetrieb konzipiert ist, entstehen im Neubau flexible Gruppenräume, ein Kreativbereich, Rückzugszonen sowie eine integrierte Lehrküche. Das barrierefreie Raumkonzept gemäß DIN 18040 gewährleistet die uneingeschränkte Teilhabe aller Kinder im Schulalltag. Der Umbau der Bestandshalle zur Mensa ermöglicht zudem eine zeitgemäße Mittagsverpflegung direkt auf dem Schulgelände.
Mit der Realisierung dieses Bauprojekts setzt die Stadt Kassel ein klares Signal für eine zukunftsweisende Schulentwicklung, die soziale Teilhabe, pädagogische Qualität und ökologische Standards im urbanen Raum erfolgreich vereint.