© Foto: Heike Saure © Foto: Heike Saure

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Mit dem HessenFonds-Innovationskredit zur Rohstoffwende: WENOWA baut Wertstoffhof für die Kreislaufwirtschaft in Nordhessen

Die Bauwirtschaft steht vor der Herausforderung, Ressourcen effizient zu nutzen und CO?-Emissionen zu reduzieren. Die WENOWA GmbH aus Bad Arolsen zeigt, wie dieser Wandel gelingen kann. Mit Unterstützung des HessenFonds Innovationskredits der WIBank entwickelt das Unternehmen seinen Standort zu einem modernen Wertstoffhof für Kreislaufwirtschaft, Digitalisierung und ressourceneffiziente Baustoffproduktion weiter.

Das Vorhaben steht beispielhaft für die Transformation einer Branche, in der die Wiederverwendung von Rohstoffen und die Reduzierung von Transportwegen zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Regionale Kreisläufe statt linearem Verbrauch

Die WENOWA GmbH wurde 2021 als Teil der familiengeführten MARPE Unternehmensgruppe gegründet. Hinter dem Unternehmen steht die Überzeugung, dass Ressourcenverantwortung im eigenen Betrieb beginnt. Ziel ist es, mineralische Bau- und Abbruchabfälle möglichst vollständig in der Region zu halten, aufzubereiten und als hochwertige Baustoffe erneut nutzbar zu machen.

Unter dem Leitmotiv „Rohstoffwende für Nordhessen" schafft WENOWA eine regionale Kreislaufwirtschaft, die messbaren Umweltnutzen und wirtschaftlichen Nutzen miteinander verbindet. Bauunternehmen, Versorger und Kommunen profitieren von kurzen Wegen, einer sicheren Rohstoffversorgung und effizienten, zertifizierten Lösungen für ihre Bauprojekte.

Bereits heute nimmt WENOWA mineralische Bau- und Abbruchabfälle wie Bauschutt, Beton- und Asphaltaufbruch sowie Bodenaushub an. Die Materialien werden sortiert, gebrochen und aufbereitet, sodass daraus hochwertige Recyclingbaustoffe entstehen.

Zum Produktportfolio zählen unter anderem RC-Beton, RC-Asphalt, Recycling-Schotter sowie zertifizierte Putz-, Mauer- und Kabelsande aus der eigenen Sandgrube in Bühle.

Der besondere Vorteil: Die gesamte Wertschöpfungskette wird regional organisiert. Von der Annahme über die Aufbereitung bis zur Wiedereinführung der Materialien in den Bauprozess erfolgt alles aus einer Hand. So wird der Verbrauch primärer Rohstoffe reduziert und Transportwege deutlich verkürzt.

WENOWA 2.0: Recycling neu gedacht

Mit dem Innovationsprojekt „WENOWA 2.0" erweitert das Unternehmen sein Geschäftsmodell konsequent in Richtung Zukunft.

Neben den bestehenden Recyclingprodukten sollen künftig innovative Baustoffe wie der Flüssigboden „NATURFIX" angeboten werden. Dieser kommt insbesondere beim Leitungs- und Wärmetrassenbau zum Einsatz und ermöglicht effizientere Bauabläufe sowie eine material- und flächensparende Infrastruktur.

Gleichzeitig investiert WENOWA in digitale Kundenservices. Künftig sollen beispielsweise CO?-Bilanzen, digitale Lieferscheine und ESG-konforme Nachweise unmittelbar bereitgestellt werden. Moderne Steuerungssysteme nach Industrie-4.0-Standard sorgen zudem für transparente und rohstoffeffiziente Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Energieversorgung der nächsten Generation

Ein weiterer Baustein der Unternehmensstrategie ist die konsequente Ausrichtung auf erneuerbare Energien und Elektrifizierung. Geplant sind eine leistungsfähige Photovoltaikanlage, ein Batteriespeicher sowie Ladeinfrastruktur für Maschinen und Fuhrpark.

Damit verfolgt WENOWA das Ziel, einen der technisch fortschrittlichsten Recyclingstandorte der Region aufzubauen und die eigene Wertstoffverarbeitung zu einem hohen Anteil auf erneuerbare Energie umzustellen.

WIBank: Zukunftsinvestitionen für ein wirtschaftsstarkes und ressourceneffizientes Hessen

Für die WIBank steht das Projekt beispielhaft für den Anspruch des HessenFonds Innovationskredits, Unternehmen bei wegweisenden Investitionen zu unterstützen.

„Der HessenFonds Innovationskredit unterstützt Unternehmen dabei, innovative Zukunftsprojekte umzusetzen und ihre Wettbewerbsfähigkeit strukturell zu stärken. WENOWA verbindet Kreislaufwirtschaft, Digitalisierung und CO?-Reduktion in beeindruckender Weise und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen und rohstoffpolitischen Transformation der hessischen Wirtschaft", sagt Björn Schwarz, Direktor Bürgschaften WIBank.

Für Jörg Marpe, Geschäftsführer der WENOWA GmbH, ist das Projekt ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer kreislauforientierten Bauwirtschaft: „Unsere Vision ist eine Bauwirtschaft, in der Wertstoffe nicht als Abfall betrachtet werden, sondern als wertvolle Ressourcen im Kreislauf bleiben. Mit WENOWA schaffen wir die Voraussetzungen dafür, Baustoffe regional aufzubereiten und wiederzuverwenden. So reduzieren wir Transporte, senken den Primärrohstoffverbrauch und stärken gleichzeitig die regionale Wertschöpfung. Die Unterstützung durch die WIBank hilft uns dabei, diese Vision in Nordhessen konsequent umzusetzen."

Ein Leuchtturm für die Rohstoffwende in Hessen

Mit seinem integrierten Ansatz verbindet WENOWA Kreislaufwirtschaft, Digitalisierung, erneuerbare Energien und ressourceneffizientes Bauen. Das Unternehmen zeigt, wie aus regionalen Wertstoffkreisläufen innovative Geschäftsmodelle entstehen können.

Der HessenFonds Innovationskredit unterstützt damit nicht nur die Weiterentwicklung eines innovativen mittelständischen Unternehmens, sondern fördert zugleich eine zukunftsorientierte Bauwirtschaft, die Primärrohstoffe einspart, Emissionen reduziert und Wertschöpfung in der Region hält. WENOWA wird damit zu einem sichtbaren Beispiel dafür, wie die Rohstoffwende in Hessen erfolgreich gestaltet werden kann.

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