bauen & wohnen Darlehen

Studentisches Wohnen - Baudarlehen

Das Programm dient der nachhaltigen Verbesserung der Wohnraumversorgung der Studierenden in Hessen.

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  • Verbilligter Zins
  • Nachrangige Absicherung
  • Zusätzlicher Finanzierungszuschuss

Was wird gefördert?

Fördermittel werden für die Schaffung von Wohnraum für studentisches Wohnen in der Regel durch Neubau gewährt. Im Einzelfall können auch Investitionen gefördert werden, um Bestandsgebäude für diesen Zweck erstmals nutzbar zu machen.

Es müssen jeweils mindestens vier zusammenhängende Wohnplätze für studentisches Wohnen entstehen.

Wer wird gefördert?

Förderberechtige Personen (Zuwendungsempfänger) können nur natürliche und juristische Personen sein, die das Bauvorhaben für eigene oder fremde Rechnung im eigenen Namen durchführen oder durch Dritte durchführen lassen (Bauherrschaft).

Voraussetzung für die Gewährung einer Förderung (Zuwendung) ist, dass

  • ein geeignetes Baugrundstück zur Verfügung steht oder nachgewiesen wird, dass der Erwerb eines derartigen Grundstücks gesichert ist,
  • die Bauherrschaft eine angemessene Eigenleistung von mindestens 15 Prozent der Gesamtkosten erbringt.

Ist an dem Grundstück ein Erbbaurecht bestellt oder dessen Bestellung beabsichtigt, muss die Laufzeit des Erbbaurechtes die Dauer der Bindung und die planmäßige Darlehenslaufzeit um mindestens zehn Jahre überschreiten.

Bauträger, die Wohnraum mit dem Ziel der Veräußerung errichten, können keine Förderung (Zuwendung) erhalten.

Welche Voraussetzungen gibt es?

Fördermittel zur Schaffung von Mietwohnraum für Studierende werden nur bereitgestellt, wenn aufgrund der örtlichen wohnungswirtschaftlichen Verhältnisse und Zielsetzungen Bedarf an preiswertem Wohnraum für Studierende besteht.

Der örtliche Bedarf, die Lage und die Qualität des Vorhabens, das Vorhandensein von barrierefreiem Wohnraum sowie die Höhe der Miete sind daher unter anderem Kriterien für die Verteilung der Fördermittel.

Wie sind die Konditionen?

Die Förderung besteht  aus einem zinsgünstigen Baudarlehen sowie einem zusätzlichen Finanzierungszuschuss von 10 Prozent des bewilligten Baudarlehens.

Das Baudarlehen wird für die Dauer von 20 Jahren zu einem Festzinssatz von 0,6 Prozent p. a. gewährt. Der effektive Jahreszins beträgt 0,64%*. Die Tilgung beträgt 1 Prozent jährlich. Es wird ein einmaliges Bearbeitungsentgelt von 1 Prozent für das Baudarlehen sowie von 0,5 Prozent für den Finanzierungszuschuss erhoben.

Die Höhe der Förderung (Zuwendung) ist von den Baukosten unabhängig und pauschaliert.

Bei einer Bindung von 20 Jahren werden folgende Pauschalbeträge je m² förderungsfähiger Wohnfläche differenziert nach den örtlichen Bodenpreisen bereitgestellt:

Grundstückswert je m² Boden einschl.
Erschließungskosten
Darlehen je m²
Wohnfläche
unter 250 Euro1.250 Euro
ab 250 Euro bis unter 350 Euro1.400 Euro
ab 350 Euro bis unter 450 Euro1.550 Euro
ab 450 Euro1.700 Euro

Sofern es die wohnungswirtschaftlichen Verhältnisse erfordern, kann im Falle einer Darlehensförderung, mit Zustimmung des für das Wohnungswesen zuständigen Ministeriums, zwischen Verfügungsberechtigten und WIBank einvernehmlich auch eine Verlängerung der Mietpreis- und Belegungsbindungen sowie der in dieser Zeit zu zahlende Zinssatz vereinbart werden.

Förderungsfähig ist die tatsächliche Wohnfläche, höchstens jedoch 25 m2 je Wohnplatz.

Bei Baumaßnahmen an / in Bestandsgebäuden ist im Falle der Darlehensförderung die Förderung auf 90 Prozent der durch die baulichen Maßnahmen verursachten Ausgaben begrenzt. Dabei dürfen die in der vorstehenden Tabelle angegebenen Pauschalbeträge für die Förderung je m2 Wohnfläche nicht überschritten werden.
*Der ausgewiesene Effektivzinssatz wurde unter den programmspezifischen Annahmen berechnet; er steht unter der Annahme, dass der genannte Sollzinssatz für die gesamte Laufzeit eines Darlehens in Höhe von EUR 100.000,00 gilt.

Weiterhin Förderung des KfW-Effizienzhaus 70 durch die WIBank

Die KfW hat die Förderung des Effizienzhaus 70-Standards im Neubau zum 01.04.2016 grundsätzlich eingestellt. Aufgrund einer Initiative des Bundesbauministeriums für die Schaffung zusätzlichen bezahlbaren Wohnraums kann die WIBank in Hessen in Kooperation mit der KfW jedoch weiterhin Mittel aus dem in der Wohnungswirtschaft sehr beliebten KfW-Programm Energieeffizient Bauen – Effizienzhaus 70 anbieten.
Voraussetzung:

  • Kombination mit Mitteln des Sozialen Mietwohnungsbaus des Landes (Neubauprogramm, KIP-Programm oder Studentisches Wohnen) oder
  • Kombination mit kommunalen Fördermitteln oder
  • Kommunale oder landesverbundene Unternehmen mit Erstvermietungsmieten unterhalb des Marktes

Angeboten werden Darlehensbeträge bis zu 100.000 € je Wohnung mit Zinsbindungen von 10 oder 20 Jahren. Es gelten die Zinskonditionen der KfW beim Energieeffizient Bauen als Höchstgrenze.
Weitere Voraussetzung ist die Bestätigung des energetischen Standards durch einen von der KfW anerkannten Energieberater.

EH 70 Merkblatt


Rechtliche Hinweise

Förderungsfähige Wohnfläche
Bei der Förderung von Wohnungen zu einer gemeinschaftlichen Nutzung darf die Größe der Individualräume 12 m² nicht unterschreiten. Die förderfähige Wohnfläche (einschl. anteiliger Gemeinschaftsräume außerhalb der Wohnung) beträgt bis zu 25 m² je Wohnplatz.

Bei der Förderung von Einzelappartements darf deren Größe 18 m² nicht unterschreiten. Die förderfähige Wohnfläche (einschl. anteiliger Gemeinschaftsräume) beträgt bis zu 25 m² je Wohnplatz. Eine spätere Zusammenlegung mehrerer Wohnplätze soll unter vertretbarem Aufwand realisierbar sein.

Gemeinschaftsräume sollen vorgesehen werden. Die Wohnfläche muss für Studierende angemessen sein.

Ein Wohnplatz ist bezugsfertig herzurichten. Dabei muss folgende Ausstattung in angemessener Zahl vorhanden sein:

  • WC,
  • Bad / Dusche,
  • Küche / Kochgelegenheit (möbliert, Herd, Kühlschrank),
  • Waschmaschine,
  • Zugang ins Internet.

Bei der Berechnung der Wohnfläche ist die Verordnung zur Berechnung der Wohnfläche anzuwenden.

Belegungsbindung
Der geförderte Wohnraum ist ausschließlich an Personen zu vermieten, die an einer Hochschule in Hessen immatrikuliert sind. Ausländische Studierende, die sich nur vorübergehend im Geltungsbereich des Grundgesetzes aufhalten, sind wohnberechtigt. Die Dauer eines Mietverhältnisses soll die Regelstudienzeit nicht übersteigen.

Der Wohnraum ist für Studierende bestimmt, deren Einkommen die Einkommensgrenze nach § 5 Abs. 1 Nr. 1 i.V.m. § 5 Abs. 4 HWoFG nicht überschreitet. Für die Einkommensermittlung sind die §§ 6 und 7 HWoFG anzuwenden. Bei der Belegung sollen die Empfänger und die Empfängerinnen von Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz sowie Studierende mit Kind bevorzugt werden.

Gleiches gilt für Studierende mit Behinderung.
Die Feststellung der Wohnberechtigung und die Überwachung der zweckentsprechenden Vermietung erfolgt durch den Empfänger der Förderung (Zuwendungsempfänger).

Dieser prüft die Wohnberechtigung des Bewerbers vor Bezug des Wohnraums. Die Prüfung erfolgt anhand einer Selbstauskunft, der geeignete Belege als Nachweise beizufügen sind. Bei Empfängern und Empfängerinnen von Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz entfällt die Überprüfung des Einkommens.

Die Vorlage einer Studienbescheinigung ist vom Empfänger der Förderung (Zuwendungsempfänger) einmal pro Semester zu verlangen. Dieser hat jede Vermietung und etwaige Leerstände dem örtlich zuständigen Studentenwerk mitzuteilen. Dieses erhält insoweit ein Auskunftsrecht.

Mietpreisbindung
Die Nettokaltmiete muss immer mindestens 15 Prozent unter der sonst für vergleichbaren Studentischen Wohnraum am örtlichen Wohnungsmarkt verlangten Miete liegen. Sie soll im Gebiet des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain einschließlich der kreisfreien Städte Wiesbaden und Darmstadt 9,50 Euro je m² Wohnfläche im Monat in den übrigen Landesteilen 8,50 Euro je m² Wohnfläche im Monat nicht überschreiten.

Als Zuschlag für Möblierung und Schönheitsreparaturen sind höchstens zwei Euro je m² Wohnfläche im Monat zulässig.

Die Richtlinien enthalten weitere Vorgaben für die Gestaltung der Mietpreise.

Wo muss der Antrag gestellt werden?

Bauvorhaben, die gefördert werden sollen, sind vor Vorhabensbeginn mit einer verbindlichen Erklärung über die beabsichtigte Einstiegsmiete je m² Wohnfläche bei der zuständigen Wohnraumförderungsstelle anzumelden. Zuständig ist in Städten mit mehr als 50.000 Einwohnern der Magistrat, im Übrigen der Kreisausschuss des Landkreises, in dessen Gebiet die Maßnahme errichtet werden soll.

Die Wohnraumförderungsstelle leitet die Anmeldung für das Förderprogramm mit einer Stellungnahme der Gemeinde zum örtlichen Bedarf an studentischem Wohnraum, zu Lage und Art des Bauvorhabens sowie zur vorgesehenen Einstiegsmiete an das für das Wohnungswesen zuständige Ministerium weiter. Dieses entscheidet, in Benehmen mit dem Ministerium für Wissenschaft und Kunst, über die Aufnahme in das Förderprogramm.

Eine Bauherrschaft, deren Anmeldung aus Mangel an Fördermitteln nicht in ein Förderprogramm aufgenommen werden kann, ist hierüber von der Wohnraumförderungsstelle schriftlich zu informieren und ggfs. auf Nachfolgeprogramme zu verweisen.

Nach Bestätigung über die Aufnahme in das Förderprogramm hat die Bauherrschaft umgehend einen förmlichen Förderantrag (Zuwendungsantrag) mit allen erforderlichen Unterlagen über die Wohnraumförderungsstelle bei der WIBank einzureichen. Förderanträge können der WIBank mit Zustimmung der Wohnraumförderungsstelle auch direkt vorgelegt werden.


Weg zur Förderung

Anmeldung des Vorhabens bei der Wohnungsbauförderstelle.

Entscheidung über Mittelvergabe durch zuständige Stelle.

Antragstellung über Wohungsbauförderstelle bei WIBank. WIBank übersendet ggf. nach erfolgreicher Prüfung Förderzusage.

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Daniel Vater

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