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HessenFonds

Stabilisierungsmaßnahmen in Hessen

Für Unternehmen, die infolge der Corona-Pandemie in Notlage geraten sind und deren Bestandsgefährdung erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaft, die technologische oder wirtschaftliche Souveränität, Versorgungssicherheit, kritische Infrastrukturen oder den Arbeitsmarkt in Hessen hätte.

  • Bürgschaft für Bankkredite
  • Stille Beteiligungen

Was wird gefördert? 

Der HessenFonds sieht zwei Stabilisierungsinstrumente vor:

  • Bürgschaft für Bankkredite (Bürgschaft ab 2,5 Mio. Euro)
  • Stille Beteiligungen (in der Regel bis 25 Mio. Euro).

Eine kombinierte Beantragung beider Produkte ist möglich. Offene Beteiligungen können nur im Einzelfall gewährt werden. 

Der HessenFonds richtet sich in erster Linie an den hessischen Mittelstand und ist subsidiär gegenüber dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds des Bundes.

Nähere Informationen zu den Instrumenten und Konditionen stehen unter Downloads zur Verfügung.

Wer wird gefördert?

Grundsätzlich steht der HessenFonds allen Wirtschaftsbereichen der Realwirtschaft offen, die die Zugangskriterien erfüllen. Unternehmen des Finanzsektors, Kreditinstitute und Brückeninstitute, oder Unternehmen, die bereits Stabilisierungsmaßnahmen nach dem StFG erhalten haben, sind nicht antragsberechtigt.

Die Stabilisierungsmaßnahmen für Unternehmen in Hessen, die infolge der Corona-Pandemie in Notlage geraten sind, dienen der Stabilisierung der Wirtschaft in Hessen durch Überwindung von Liquiditätsengpässen und durch Schaffung der Rahmenbedingungen für eine Stärkung der Kapitalbasis von Unternehmen. Der HessenFonds richtet sich an Unternehmen der Realwirtschaft deren Bestandsgefährdung erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaft, die technologische oder wirtschaftliche Souveränität, Versorgungssicherheit, kritische Infrastrukturen oder den Arbeitsmarkt in Hessen hätte.

Gefördert werden können Unternehmen, die im letzten abgeschlossenen Geschäftsjahr vor dem 1. Januar 2020 eine Bilanzsumme von mehr als 10 Mio. Euro ausweisen und zusätzlich Umsatzerlöse von mehr als 10 Mio. Euro und höchstens 50 Mio. Euro erwirtschaftet haben oder zwischen 50 und 249 Mitarbeitende beschäftigt haben.

Unabhängig von den vorstehenden Größenkriterien sind Start-ups antragsberechtigt, wenn sie seit dem 1. Januar 2017 in mindestens einer Finanzierungsrunde von privaten Kapitalgebern mit mindestens 5 Mio. Euro bewertet wurden (einschließlich des eingeworbenen Kapitals).

Detaillierte Informationen finden sich in der Richtlinie, den Merkblättern und den FAQs unter Downloads.

Welche Voraussetzungen gibt es? 

  • Die Berechtigung setzt voraus, dass der Antragsteller zum 31. Dezember 2019 nicht als Unternehmen in Schwierigkeiten gemäß der Definition der Europäischen Union zu qualifizieren war (Definition gemäß Art. 2 Nr. 18 der Verordnung (EU) Nr. 651/2014 der Kommission vom 17. Juni 2014 zur Feststellung der Vereinbarkeit bestimmter Gruppen von Beihilfen mit dem Binnenmarkt in Anwendung der Artikel 107 und 108 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union – ABl. L 187 vom 26.06.2014, Seite 1).
  • Unternehmen müssen ihren Sitz oder wesentlichen Tätigkeitsschwerpunkt in Hessen haben, d.h. für Unternehmen, die Betriebsstätten in mehreren Ländern haben, dass mindestens 40 Prozent der Beschäftigten und mindestens 50 Beschäftigte dem Land Hessen zuzuordnen sein müssen.
  • Eine Stabilisierungsmaßnahme kann nur gewährt werden, soweit dem Unternehmen neben Eigenmitteln keine anderweitigen Finanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen z.B. Bankfinanzierungen, KfW-DarlehenLiquiditätshilfe für hessische KMU, Beteiligungen der BM H, WIBank-Bürgschaften.
  • Bürgschaften bis 2,5 Mio. Euro sind über die Bürgschaftsbank Hessen, über 2,5 Mio. Euro über die Landesbürgschaften der WIBank zu beantragen. 

Wir empfehlen deshalb vor Einreichung eines kostenpflichtigen Antrages genau zu prüfen, ob die Voraussetzung für andere Finanzierungsmöglichkeiten gegeben sind, z.B. von Gesellschaftern, Anteilseignern oder sonstigen an dem Unternehmen Beteiligten, der Hausbank des Unternehmens und anderer Kreditinstitute. Weitere Informationen finden sich in den FAQs unter Downloads sowie zu Bundes- und Landesprogrammen auf der Corona-Seite der WIBank. Darüber hinaus berät Sie die Förderberatung Hessen unter 0611 774-7333 oder per E-Mail über foerderberatunghessen@wibank.de

Die detaillierten Anforderungen zur Gewährung einer Stabilisierungsmaßnahme sind in der „Richtlinie des Landes Hessen zur Gewährung von Stabilisierungsmaßnahmen für Unternehmen in Hessen, die infolge der Corona-Virus-Pandemie in Notlage geraten sind (Richtlinie für Stabilisierungsmaßnahmen in Hessen – HStMRL)" geregelt sowie in den Merkblättern zu den verschiedenen Stabilisierungsmaßnahmen beschrieben. Die Dokumente stehen unter Downloads zur Verfügung.

Wie sind die Konditionen?

Details zu den Konditionen und Auflagen finden sich in den Merkblättern und der Kostenordnung. Die Dokumente stehen unter Downloads zur Verfügung.

Bitte beachten Sie: Nach der Kostenordnung für Stabilisierungsmaßnahmen und nach der Richtlinie für Stabilisierungsmaßnahmen in Hessen - Hessische Stabilisierungsmaßnahmen-Kostenordnung (HStMKO) trägt der Antragsteller die Verfahrenskosten, die in Zusammenhang mit der Bearbeitung von Anträgen, Entscheidung über und Verwaltung von Stabilisierungsmaßnahmen nach der HStMRL, einschließlich der Kosten von in diese Aufgaben einbezogenen Dritten, entstehen.

Rechtliche Hinweise

Auf Stabilisierungsmaßnahmen besteht kein Rechtsanspruch.

Bürgschaften werden auf der Grundlage von § 15 Abs. 1 und § 15a des Haushaltsgesetzes i.d.F. vom 04.07.2020 und der Richtlinie für Stabilisierungsmaßnahmen in Hessen vergeben und sind Beihilfen nach der Regelung zur vorübergehenden Gewährung von Bürgschaften, Rückbürgschaften und Garantien im Geltungsbereich der Bundesrepublik Deutschland im Zusammenhang mit dem Ausbruch von COVID-19 (Staatliche Beihilfe Nr. SA.56787 und SA.59433; „Bundesregelung Bürgschaften 2020“), die auf Grundlage der Mitteilung der Kommission „Befristeter Rahmen für staatliche Beihilfen zur Stützung der Wirtschaft angesichts des derzeitigen Ausbruchs von COVID-19“ (C(2020) 1863 final vom 19.03.2020, zuletzt geändert durch C(2020) 7127 vom 13.10.2020, „Befristeter Rahmen Ausbruch COVID-19“) für Deutschland genehmigt wurde.

Rekapitalisierungsmaßnahmen in Hessen werden auf der Grundlage von § 15 Abs. 1 und § 15a des Haushaltsgesetzes i.d.F. vom 04.07.2020 und der Richtlinie für Stabilisierungsmaßnahmen in Hessen vergeben und sind Beihilfen nach der Bundesregelung für Rekapitalisierungsmaßnahmen und nachrangiges Fremdkapital 2020 vom 01.12.2020 (Staatliche Beihilfe Nr. SA.58504; „Bundesregelung Rekapitalisierungsmaßnahmen“), die ebenfalls auf der Grundlage des „Befristeten Rahmens Ausbruch COVID-19“ von der Europäischen Kommission für Deutschland genehmigt wurde.

Wo muss der Antrag gestellt werden? 

Die Anträge sind unter Verwendung des Antragsformulars unterschrieben über die untenstehende Adresse bei der WIBank einzureichen. Sollten die Textfelder im Antrag nicht ausreichen, senden sie Ihre Unterlagen separat mit. Vorab kann der Antrag per Email an hessenfonds@wibank.de eingereicht werden. Die benötigten Unterlagen sind unter Downloads hinterlegt.

Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen
rechtlich unselbstständige Anstalt in der Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale 
536300 HessenFonds
Kaiserleistraße 29-35
63067 Offenbach

Die Stabilisierungsmaßnahmen unter dem HessenFonds stehen allen Unternehmen offen, die die Voraussetzungen erfüllen. Die WIBank prüft die formalen Voraussetzungen. Dazu können Dritte eingebunden werden.

Wer sind die Kooperationspartner?

Hessisches Ministerium für Finanzen 
Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen


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