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Hessen-Darlehen Neubau (Neubau einer selbstgenutzten Immobilie)

Das Land Hessen fördert zur erstmaligen Wohneigentumsbildung den Bau oder Kauf eines neuen Ein- oder Zweifamilienhauses oder einer Eigentumswohnung zur Selbstnutzung mit einem Hessen-Darlehen Neubau.

  • Zinssatz 0,80 Prozent
  • Effektiver Zinssatz 0,89 Prozent
  • Nachrangiger Eintrag im Grundbuch

Was wird gefördert?

  • Bau von selbst genutzten Eigenheimen oder Eigentumswohnungen
  • Erwerb von neu geschaffenem Wohnraum

Was unterscheidet das Hessen-Darlehen Neubau von anderen Darlehen?

  • Zinsgünstiges Darlehen bei nachrangiger Eintragung der Grundschuld für das vollständige Darlehen im Grundbuch. Dadurch haben Sie ggf. die Möglichkeit bei Ihrer Hausbank für die restliche Finanzierung einen geringeren Darlehenszinssatz zu erhalten;
  • Sondertilgungen ohne Vorfälligkeitsentschädigung sind jederzeit in beliebiger Höhe möglich

Sie möchten eine gebrauchte Immobilie erwerben? Dann informieren Sie sich über unser Hessen-Darlehen Bestandserwerb.

Wer wird gefördert?

  • Haushalte mit / ohne Kinder
  • Gemeinschaftliche Wohnprojekte (bewohnergetragene Wohngruppe)

Welche Voraussetzungen gibt es?

Eigenkapital und Eigenleistung
Es sollen mindestens 15 Prozent der Gesamtkosten als Eigenleistung (Eigenkapital, Wert des eigenen Baugrundstückes sowie Selbst- und Verwandtenhilfe) erbracht und zur Deckung der Gesamtkosten mindestens 50 Prozent Fremdmittel (einschließlich des Förderdarlehens) in Anspruch genommen werden. Geldmittel oder der Wert des eigenen Baugrundstückes sind dabei mindestens in Höhe von 10 Prozent der Gesamtkosten nachzuweisen.

Förderausschluss bei Baubeginn vor Bewilligung
Mit dem Bau darf vor Bewilligung des Förderdarlehens noch nicht begonnen worden sein. Der Grundstückskaufvertrag darf bereits abgeschlossen sein, bzw. das Grundstück darf sich schon im Besitz der Antragsteller befinden.

Beim Erwerb von neu gebauten Eigenheimen oder Eigentumswohnungen darf der notarielle Kaufvertrag vor Bewilligung des Förderdarlehens noch nicht abgeschlossen sein, es sei denn, der Kaufvertrag enthält einen Rücktrittsvorbehalt zu Gunsten der Erwerberin oder des Erwerbers für den Fall der Ablehnung des Förderantrags.

In begründeten Ausnahmefällen können wir auf Antrag durch die Wohnungsbauförderstelle einen vorzeitigen Baubeginn bzw. Kaufvertragsabschluss genehmigen.

Einkommensgrenzen
Folgende Einkommensgrenzen dürfen nicht überschritten werden (Bruttoangaben modellhaft für Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit angegeben): 

 

Einkommensgrenze

Jahresbruttoeinkommen

1-Personenhaushalt

23.626 Euro / Jahr

(= brutto ca. 34.700 Euro / Jahr)

2-Personenhaushalt

39.735 Euro / Jahr

(= brutto ca. 57.700 Euro / Jahr)

 

Zuschlag für jede weitere Person

 

8.055 Euro / Jahr

(= brutto ca. 11.500 Euro / Jahr)

 

Zusätzlicher Erhöhungsbetrag für jedes Kind

 

650 Euro / Jahr

(= brutto ca. 920 Euro / Jahr)

Maßgebend ist das anrechenbare Gesamteinkommen der Antragstellerin oder des Antragstellers und der zur Familie rechnenden Angehörigen nach § 7 HWoFG in der jeweils gültigen Fassung.

Monatliche Mindestbelastung
Die monatliche Belastung aus der Finanzierung muss mindestens 400 Euro betragen. Dabei kann maximal ein Tilgungssatz von 3 Prozent berücksichtigt werden.

Dies gilt nicht in Fällen des Ausbaus und der Erweiterung bestehender Gebäude.

Förderfähiger Wohnraum

  • Bau oder Erwerb von neu geschaffenem Wohnraum mit bis zu zwei Wohnungen zur Selbstnutzung
  • Der Wohnraum muß baulich abgeschlossen und für die vorgesehene Haushaltsgröße geeignet sein
  • Die Gebäudekosten müssen angemessen sein
  • Ausbau und Erweiterung bestehender selbstgenutzter Ein- und Zweifamilienhäuser zur angemessenen oder behindertengerechten Wohnraumversorgung von Angehörigen

Förderausschluss
Ausgeschlossen ist eine Förderung in Fällen, in denen sie offensichtlich nicht angemessen wäre. Dies kann insbesondere bei Ein- und Zweifamilienhäusern auf außergewöhnlich großen Grundstücksflächen, mit außergewöhnlich großen Wohnflächen und bei Wohnraum mit Luxusausstattung der Fall sein.

Aufnahme weiterer Fördermittel
Für Wohnraum, der mit dem Hessen-Darlehen Neubau gefördert wird, dürfen grundsätzlich keine anderen Wohnungsbau- oder anderweitige Fördermittel des Bundes oder des Landes in Anspruch genommen werden.

Zulässig ist die gleichzeitige Inanspruchnahme von Mitteln der KfW, des Baukindergeldes, der Denkmalpflege, der Städtebauförderungsprogramme und des Dorferneuerungsprogramms.

Wie sind die Konditionen?

Darlehenshöhe
Die Darlehenshöhe richtet sich nach den örtlichen Bodenpreisen: 

Grundstückswert je m² Boden einschließl. Erschließungskosten und Grunderwerbsteuer

Darlehen – bis zu

unter 200 Euro

90.000 Euro

200 Euro bis unter 250 Euro

95.000 Euro

250 Euro bis unter 300 Euro

100.000 Euro

300 Euro bis unter 350 Euro

105.000 Euro

350 Euro bis unter 400 Euro

110.000 Euro

400 Euro bis unter 450 Euro

115.000 Euro

450 Euro bis unter 500 Euro

120.000 Euro

ab 500 Euro

125.000 Euro

Bei Erbbaurechtsgrundstücken wird vom Verkehrswert des Grundstückes ausgegangen.

Das Förderdarlehen darf 50 Prozent der Gesamtkosten nicht überschreiten und sollte mindestens 50.000 Euro betragen.

Die Darlehensabsicherung erfolgt im Grundbuch nachrangig. Dadurch haben Sie ggf. die Möglichkeit, bei Ihrer Hausbank für die restliche Finanzierung einen geringeren Darlehenszinssatz zu erhalten.

Passivhausbauweise
Bei Gebäuden in Passivhausbauweise oder mit einem vergleichbaren Standard kann das Förderdarlehen um weitere 20.000 Euro erhöht werden. Bitte sprechen Sie ggf. mit der zuständigen Wohnungsbauförderstelle.

Landesbürgschaft
Für das Förderdarlehen wird eine Landesbürgschaft übernommen. Es gelten die Richtlinien des Landes Hessen für die Übernahme von Bürgschaften zur Sicherung von Investitionen in Wohngebäuden und Gebäuden mit sozialen Einrichtungen in der jeweils geltenden Fassung.

Konditionen

  • Der Sollzinssatz von 0,80 Prozent p.a. ist auf 20  Jahre festgeschrieben; danach wird das Förderdarlehen zu den dann gültigen marktüblichen Konditionen verzinst*.
  • Die Tilgung beträgt 3 Prozent p.a. (nach Vollauszahlung zuzüglich ersparter Sollzinsen).
  • Es wird ein Tilgungsfreijahr gewährt.
  • Die Darlehenslaufzeit beträgt circa 30 Jahre.
  • Während des tilgungsfreien Anlaufjahres zahlen Sie nur Zinsen. Nach einem Jahr dann gleich hohe monatliche Annuitäten aus Zins und Tilgung.
  • Das Bearbeitungsentgelt beträgt 1 Prozent der Darlehenssumme und wird bei der Erstauszahlung einbehalten.

Wir bieten Ihnen die genannten Konditionen bei nachrangiger Absicherung unserer Grundschuld im Grundbuch.

*Effektiver Zinssatz 0,89 Prozent. Der ausgewiesene Effektivzinssatz wurde unter den programmspezifischen Annahmen berechnet. Er steht unter der Annahme, dass der genannte Sollzinssatz für die gesamte Laufzeit eines Darlehens in Höhe von EUR 100.000,00 gilt.

Auszahlung
Das Förderdarlehen wird in vier Raten zu je 25 Prozent ausgezahlt.

  • Nach Fertigstellung der Kellerdecke
  • Nach Fertigstellung des Rohbaus
  • Nach Anbringung des Innenputzes
  • Nach Fertigstellung des Gebäudes einschließlich der für die Funktionsfähigkeit notwendigen sonstigen baulichen Maßnahmen im Außenbereich.

Rechtliche Hinweise

Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht.

Bindungen
Die geförderte Wohnung ist für die Dauer der Zinsbindung (20 Jahre) von den Förderberechtigten zu nutzen. Für den Fall, dass die geförderte Wohnung aus beruflichen oder persönlichen Gründen während der Dauer der Zweckbindung nicht mehr von den Förderberechtigten genutzt wird, kann das Förderdarlehen marktüblich verzinst werden. 

Die Zweckentfremdung der geförderten Wohnung, insbesondere das Leerstehenlassen, ist während der Dauer der Zweckbindung nicht zulässig.

Besicherung
Die Antragsteller haben sich für das Förderdarlehen als Schuldner zu verpflichten. Die WIBank kann verlangen, dass sich der Ehegatte und/oder eine oder mehrere geeignete Personen mit verpflichten.

Das Förderdarlehen ist durch eine Grundschuld an dem geförderten Objekt sowie etwaigen weiteren von der WIBank bezeichneten Pfandobjekten in der Regel nachrangig zu sichern. Eine ausreichende Beleihbarkeit muss gewährleistet sein.

Wo muss der Antrag gestellt werden?

Die Antragstellung erfolgt bei der zuständigen Wohnungsbauförderstelle bei Ihnen vor Ort (siehe Liste

Zuständige Wohnungsbauförderstellen
unter Downloads.)

Entscheidend für die Zuständigkeit der Wohnungsbauförderstelle ist der Landkreis, in dem das Bauvorhaben durchgeführt wird. In Städten mit mehr als 50.000 Einwohnern ist die Wohnungsbauförderstelle bei der Stadtverwaltung angesiedelt, in allen anderen Orten finden Sie die Wohnungsbauförderstelle bei der Kreisverwaltung (Landratsamt).

Die Wohnungsbauförderstelle prüft die Fördervoraussetzungen und leitet Ihren Antrag nach positiver Prüfung an die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen weiter. Hier erfolgt dann die abschließende Prüfung.

Steht dem Magistrat/Kreisausschuss nur ein begrenztes Mittelkontingent zur Verfügung und reichen die Mittel nicht aus, um alle Anträge zu berücksichtigen, ist eine Auswahl nach sozialer Dringlichkeit vorzunehmen.

 


Weg zur Förderung

Antrag stellen bei Wohnungsbauförderstelle.

Wohnungsbauförderstelle prüft Antragsvoraussetzungen und leitet Antrag an WIBank weiter.

WIBank übersendet ggf. nach erfolgreicher Prüfung Förderzusage.

Förderrechner Hessen-Darlehen Bestandserwerb

An dieser Stelle steht Ihnen der Förderrechner in Kürze wieder zur Verfügung.

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?

Infocenter bauen & wohnen

0611 774-7333

Montag bis Donnerstag von 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr, Freitag von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr.

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