Geschäftsfeld versorgen & modernisieren
Im Geschäftsfeld versorgen & modernisieren unterstützt die WIBank mit verschiedenen Förderprogrammen des Landes, des Bundes und der EU sowie mit eigenen zinsgünstigen Finanzierungsmitteln hessische Kommunen, kommunalnahe Einrichtungen und sonstige Institutionen, die sich der öffentlichen Daseinsvorsorge widmen. Das Förderspektrum erstreckt sich dabei von der Umwelt- und Energieförderung über den Ausbau der Digitalisierung bis hin zur klinikgebundenen Gesundheitsförderung.
Auf das Geschäftsfeld entfiel im Jahre 2025 mit 57 Prozent traditionell der größte Anteil am Neugeschäft. Mit rund 2,32 Mrd. Euro lag das Volumen leicht über dem hohen Vorjahresniveau von 2,30 Mrd. Euro.
Infrastruktur- und Kommunalförderung
Der wesentliche Anteil des Neugeschäfts entfiel erneut auf die Finanzierung von diversen Investitionsvorhaben der kommunalen Gebietskörperschaften, die traditionell den umsatzstärksten Förderbereich der WIBank darstellten. Ein Rekordergebnis in Höhe von 818,9 Mio. Euro erreichte dabei die allgemeine Kommunalfinanzierung der WIBank, die nicht mit öffentlichen Mitteln subventioniert wird – das entspricht einem Anstieg von rund 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2024: 566,5 Mio. Euro). Kommunale Investitionen im Rahmen des Hessischen Investitionsfonds wurden 2025 mit insgesamt 351,8 Mio. Euro gefördert. (2024: 361,9 Mio. Euro).
Für Digitalisierungsprojekte kleiner und mittelständischer Unternehmen standen im Jahr 2025 5,5 Mio. Euro zur Verfügung (2024: 1,3 Mio. Euro).
Förderung im Schul- und Gesundheitssektor
Im Jahr 2025 erhielten kommunale Schulträger sowie private Ersatzschulträger im Rahmen des Förderprogramms zum Ausbau der Einrichtungen für die Ganztagesbetreuung von Grundschulkindern Bundes- und Landesmittel in Höhe von insgesamt 95,3 Mio. Euro zur Umsetzung von Investitionsvorhaben – und damit fast 60 Prozent mehr als 2024 (60 Mio. Euro).
Für Baumaßnahmen und die Modernisierung von Schulen sowie zur Digitalisierung von Lehr- und Lernprozessen wurden den Schulträgern in Hessen 2025 aus den Förderprogrammen KIP Schule und DigitalPakt Schule letztmalig insgesamt weitere 266,1 Mio. Euro bewilligt (2024: 119,2 Mio. Euro).
Unter „Direkte Infrastrukturfinanzierungen“ fallen in der Regel großvolumige Förderfinanzierungen verschiedener Einzelinvestitionsvorhaben in unterschiedlichen Bereichen der Daseinsvorsorge. Das Gesamtvolumen der direkten Infrastrukturfinanzierungen im Jahr 2025 belief sich auf 204,2 Mio. Euro (2024: 287,7 Mio. Euro). Die Förderung kam im Wesentlichen Schulbauprojekten zugute. Darüber hinaus wurden mehrere Direktfinanzierungsgeschäfte mit Kliniken in Hessen abgeschlossen, um bis zur Umsetzung der auf Bundesebene beschlossenen Strukturreform im Krankenhaussektor die versorgungsnotwendige Infrastruktur für die stationäre Gesundheitsversorgung aufrechtzuerhalten und kommunale Haushalte in diesem Zusammenhang zu entlasten.
Die Förderung von Klinikinvestitionen aus Landesmitteln lag mit insgesamt 423 Mio. Euro weiterhin auf einem hohen Niveau (2024: 427,5 Mio. Euro).