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19.12.2022

Innovationskredit: Auch 2023 können innovative und schnell wachsende Unternehmen auf günstige Förderkredite setzen

Hohe Energiekosten, Lieferengpässe und Fachkräftemangel sind die besonders großen Herausforderungen, vor denen Unternehmer*innen aktuell stehen. Vor allem innovative Unternehmen können diesen Herausforderungen deutlich besser begegnen. Um sie auch 2023 bei ihren Vorhaben optimal zu unterstützen, haben das Hessische Wirtschaftsministerium und das Hessische Finanzministerium gemeinsam mit der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) das neue Förderprodukt Innovationskredit 2023 ins Leben gerufen. Es löst den Innovationskredit Hessen ab und kann ab 1. Januar 2023 beantragt werden.

Konditionen bleiben bestehen

Auch beim neuen Innovationskredit wird die durchleitende Hausbank zu 70 Prozent vom Ausfallrisiko entlastet. Diese Risikoteilung ermöglicht die Finanzierung von erfolgversprechenden Vorhaben, die ohne eine solche Senkung des Risikos gegebenenfalls nicht zustande kämen. Außerdem unterstützt der Innovationskredit weiterhin innovative und schnell wachsende mittelständische Unternehmen sowie innovative Gründungsvorhaben. Dabei können Betriebsmittel sowie materielle und immaterielle Investitionen finanziert werden. Hierunter fallen beispielsweise Forschungs- und Entwicklungskosten, Investitionen für die Markteinführung neuer Produkte oder Investitionen in Digitalisierungsvorhaben. Unternehmensübertragungen von bzw. an innovativen Unternehmen sind ebenso förderfähig, wie die Kosten für die Einführung neuer Prozesse im Unternehmen. Der Innovationskredit kann sowohl als alleinige Finanzierung als auch in Kombination mit anderen öffentlichen oder privaten Finanzierungen genutzt werden. Der Kreditbetrag beläuft sich auf 100.000 Euro bis 7,5 Millionen Euro und wird über die Hausbanken ausgereicht.

„Die Fortführung des Innovationkredits ist nicht nur wegen seines bisherigen Erfolgs eine gute Nachricht für die hessische Wirtschaft. Viele Transformationsprozesse sind durch die aktuelle Energiekrise und drohende Rezession noch dringlicher und Innovationen umso wichtiger geworden. Gleichzeitig sorgen gestörte Lieferketten, Inflation und Zinswende für ein schwieriges Umfeld. Im internationalen Vergleich sind Deutschland und Europa aktuell besonders davon betroffen. Gerade kleine und mittlere Unternehmen und insbesondere Startups müssen seit diesem Jahr bei der Kapitalbeschaffung mit deutlich schlechteren Bedingungen zurechtkommen. Damit diese innovativen Unternehmen aber trotzdem weiter wachsen und gedeihen können und dabei auch hier in Hessen bleiben, müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Der Innovationskredit 2023 leistet dafür einen wichtigen Beitrag“, sagen Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir und Finanzminister Michael Boddenberg.

 „Wir freuen uns sehr, dass wir gemeinsam mit der hessischen Landesregierung einen Weg gefunden haben, innovative Unternehmen in Hessen auch in 2023 zu unterstützen und sie auf ihrem Weg der Transformation zu begleiten“, erklärt Dr. Michael Reckhard, Mitglied der Geschäftsleitung der WIBank.

Neu: Finanzierung durch WIBank und Land Hessen

Nachdem der Innovationskredit Hessen bisher von der InnovFin KMU-Kredit-Garantiefazilität des Horizon 2020-Programms der EU und dem Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) ermöglicht wurde, erfolgt die Finanzierung ab 2023 aus Mitteln der WIBank. Das Land Hessen unterstützt das Programm durch eine Risikopartnerschaft mit der WIBank.

Der Innovationskredit Hessen hat bereits zahlreiche unternehmerische Erfolgsgeschichten beflügelt. So nutzten seit seinem Bestehen Mitte 2016 92 Unternehmen diesen zinsgünstigen Kredit. Insgesamt wurden dabei hessischen Betrieben mehr als 75 Mio. Euro zugesagt.

Beispiele erfolgreicher Finanzierung

Decorami: Das Start-up fokussiert sich auf den Onlineversand von nachhaltigen, also vor allem wiederverwendbaren und biologisch abbaubaren Party- und Dekoartikeln. Mit seinen rund 15 Mitarbeitenden sitzt das Unternehmen in Neu-Isenburg. Der Vertrieb begann zunächst über den eigenen Online-Shop und erfolgt mittlerweile aber auch über Supermärkte und Drogerien. Mit den Fördermitteln des Innovationskredits Hessen möchte Decorami weiter in Wachstum investieren sowie sein Warenlager insbesondere mit nachhaltigen Produkten auf- und ausbauen. Die zusätzliche Umstellung der Lieferketten auf europäische Anbieter dient zur Optimierung der Klimabilanz.

Tantum Sana GmbH: Das in Pfungstadt ansässige Start-up hat ein digitales Medikamentenmanagement- und Vergabesystem für die sichere Medikamentenversorgung zu Hause entwickelt – ganz nach dem Motto: richtige Medikation – richtige Zeit – richtige Dosis. Kernelement ist ein automatischer Medikamenten-Dispenser, der die Medikamente für 7 Tage enthält und so sicherstellt, dass die Patient*innen stets die richtigen Medikamente in der richtigen Dosierung einnehmen. Das System beinhaltet eine zentrale Cloud sowie mehrere Apps zur Kommunikation u.a. mit Anwendern, Pflegediensten und Apotheken. Der Innovationskredit Hessen in Höhe von 2 Mio. Euro diente in Kombination mit 400.000 Euro Beteiligungskapital der BMH Beteiligungs-Managementgesellschaft Hessen mbH der Finanzierung der Markterschließung.

emuclean GmbH: Mit dem Innovationskredit Hessen finanzierte die in Viernheim ansässige emuclean den Bau einer neuen Anlage zur Aufbereitung von industriellen, gefährlichen und nicht gefährlichen flüssigen Abfällen mittels Verdampfermethode. Es handelt sich hierbei um eine verfahrenstechnische Kombination unterschiedlicher Technologien. Die technische Innovation liegt in der Kombination der unterschiedlichsten Behandlungsstufen, von Pressen, Flocken, Fällen, pH-Werteinstellungen bis hin zur Vakuumverdampfung. Damit wird emuclean künftig zu den deutschlandweit wenigen Anlagen zählen, die mittels Verdampfermethode Wasser-Ölgemische aufbereiten können. Die Anlage wird vollautomatisch 24/7 betrieben. Das Unternehmen gehört zum Firmenverbund der Hoock Industrieentsorgungs GmbH. 

Weitere Erfolgsgeschichten finden Sie hier.

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