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23.08.2016

Förderberatung Hessen im Interview mit dem Blog "Bürgschaft ohne Bank"

BoB-Blog: Was sind Ihre Aufgaben bei der Förderberatung der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank)?

Ulrich Lohrmann: Wir nennen uns „Förderberatung Hessen“, und unser Name ist Programm: Wir beraten Gründer und Unternehmer zu allen Fördermöglichkeiten, die das Land, der Bund und die EU anbieten. Von den Instrumenten her betrachtet sind das Förderkredite, Bürgschaften, Beteiligungen und Zuschüsse. Da das Hessische Wirtschaftsministerium unsere Dienstleistung beauftragt, ist unsere Beratung unabhängig und kostenlos. Ich selbst bin Wirtschaftsförderer, so dass ich immer versuche, die Perspektive des Unternehmens einzunehmen: Wo drückt der Schuh? Oft fehlt es nicht nur am Geld, sondern an der Strategie oder am Vertrieb.

BoB-Blog: Wo ist Ihre Schnittstelle zur Bürgschaftsbank Hessen (BB-H)? In welchen Bereichen arbeiten Sie mit der BB-H zusammen?

Ulrich Lohrmann: Die Produkte der BB-H gehören zu den wichtigsten Förderangeboten, die wir beraten, und die Kollegen von der BB-H damit zu den wichtigsten Netzwerkpartnern. Wir nehmen gegenseitig Kontakt auf, wenn es um schwierige Fallkonstellationen oder das Zusammenspiel verschiedener Förderwege geht.

BoB-Blog: Wer kommt zu Ihnen?

Ulrich Lohrmann: Unsere Kunden sind Unternehmer und Gründer aus allen Branchen. Ich sage immer ‚wir beraten vom Kiosk bis zum Technologieunternehmen‘. Tatsächlich sind die Finanzierungssituationen unserer Kunden sehr unterschiedlich. Da geht es, plakativ gesagt, um Kapitalbedarfe zwischen 5.000 und 50 Mio. Euro. Meistens melden sich aber kleinere Mittelständler.

BoB-Blog: Welche Ratschläge geben Sie Ihren Kunden?

Ulrich Lohrmann: Das Ergebnis unserer Orientierungsberatung sind Empfehlungen für konkrete Förderprogramme. Das ist wie beim Facharztbesuch: Wir machen eine Analyse, welche Programme in der aktuellen Situation des Unternehmens am besten geeignet sind, und informieren die Kunden über die Besonderheiten und Antragswege. Sie wissen dann, wie sie weiter vorgehen müssen.

BoB-Blog: Was ist Ihr wichtigster Ratschlag?

Ulrich Lohrmann: Jenseits von meinen jeweiligen Programmempfehlungen ist mein wichtigster Rat: Planen Sie sorgfältig! Nicht selten erlebe ich – gerade bei Gründerinnen und Gründern – dass wichtige Bereiche der Unternehmensplanung nicht durchdacht sind, und im Bereich der Finanzierung ist das besonders fatal. Selbst wenn ich das Geschäftsjahr meines Unternehmens positiv abschließen würde, nützt mir das nichts, wenn mir unterwegs das Geld ausgeht. Soll heißen: Die Liquiditätsplanung ist das A und O.

BoB-Blog: Was sind die Top 3 Fragen, mit denen Kunden zu Ihnen kommen und was ist Ihre Antwort?

Ulrich Lohrmann: Die Frage, die die Kunden selten auslassen, ist: „Gibt es denn keine Zuschüsse?“ Hintergrund ist, dass wir fast immer geeignete Kreditprogramme und eben Bürgschaften nennen können, Zuschüsse aber auf bestimmte – wenige – Fördertatbestände beschränkt sind.

Eine andere Frage, die häufig gestellt wird, bezieht sich auf eine Begleitung des Unternehmers bei der Planung des Vorhabens und bei der Antragstellung für einen Kredit, bei dem es auf die Hausbank ankommt. Hier empfehlen wir die Konsultation von Unternehmensberatern. Verschiedene Institutionen helfen dabei, qualifizierte Berater zu finden und – da gibt es sie noch – Zuschüsse dafür zu beantragen.

Drittens fragen die Kunden regelmäßig, ob wir die Fördermöglichkeiten im persönlichen Gespräch erörtern können. Wenn es um komplexe Finanzierungssituationen geht, ist das wirklich sinnvoll. Dafür bieten wir zusammen mit den Kammern und anderen Partnern Sprechtage in allen hessischen Regionen an. Meine Kollegen und ich setzen uns dann meistens für eine knappe Stunde individuell mit den Kunden zusammen.

BoB-Blog: Beobachten Sie bestimmte Trends in der Gründerszene und dem Fördergeschäft?

Ulrich Lohrmann: Auf jeden Fall kann man sagen, dass die Gründungen, die einen Großteil unserer Beratungen ausmachen, zunehmend professioneller vorbereitet sind. Wer sich heute selbstständig macht, gründet selten aus der Not heraus. Parallel dazu sind die Fördermöglichkeiten immer besser geworden, seien es die Kredite, zum Beispiel im Bereich der Mikrofinanzierung, die Beteiligungsfinanzierungen für Technologieunternehmen oder andere Instrumente. Auch die Angebote der Banken und anderer Finanzierer werden immer vielfältiger; denken Sie an die Leasing- und Factoringmöglichkeiten oder das Crowdinvesting.

BoB-Blog: Was ist aus Ihrer Sicht der Vorteil des Angebots der BB-H?

Ulrich Lohrmann: Der Vorteil, den Bürgschaften bieten, ist ganz klar, dass der Unternehmer eine werthaltige Sicherheit bekommt. Reichen die eigenen Sicherheiten nicht aus, sind die Kreditverhandlungen mit der Hausbank doch schnell am Ende. Zu den relativ neuen Produkten, die ich bei Ihrer vorhergehenden Frage erwähnte, gehört auch das Produkt „Bürgschaft ohne Bank“. Ein zusätzlicher Vorteil liegt hier darin, dass der Unternehmer schon mit einer Zusage der BB-H ins Bankgespräch gehen kann. Das erleichtert die Verhandlungen wesentlich.

BoB-Blog: Welche Erfahrungen haben Sie hinsichtlich der Zusammenarbeit mit der BB-H gemacht?

Ulrich Lohrmann: Meine Erfahrungen mit den Kollegen der BB-H sind sehr positiv. Da werden die Vorhaben professionell und mit der Brille der Wirtschaftsförderung angeschaut. Trotzdem muss ein Antrag natürlich fundiert sein und das Vorhaben Erfolg versprechend.

BoB-Blog: Gibt es sonst noch etwas, dass Sie in diesem Zusammenhang erwähnen möchten?

Ulrich Lohrmann: Nun, ich glaube, für den Moment ist alles Wichtige gesagt. Für interessierte Gründer haben wir außerdem eine Hotline für telefonische Förderberatung eingerichtet (0611-774 7333), über die wir individuell weiterhelfen können.

BoB-Blog: Herr Lohrmann, vielen Dank für das Gespräch!

Ulrich Lohrmann: Gerne, ich danke ebenfalls.

Weitere interessante Artikel unter: http://www.buergschaft-ohne-bank.de/

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Claudia Ungeheuer

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