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04.09.2015

WIBank blickt positiv in die Zukunft

Die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen legt Geschäftszahlen für 2014 vor

 

Bei Förderpolitik geht es immer um die Menschen, die hinter den Zahlen stecken: Die Erzieherin, die eine bezahlbare Wohnung sucht. Der Gründer, der für sein Start-up finanzielle Spielräume benötigt. Oder auch die junge Familie, die sich mit einem Förderkredit der WIBank den Traum vom eigenen Haus mit Garten verwirklichen kann.

Wie wichtig persönlich zugeschnittene Finanzlösungen sind, betonte Hans-Dieter Brenner, Vorstandsvorsitzender der Helaba Landesbank Hessen-Thüringen bei der Bilanzpressekonferenz der WIBank am Mittwoch, 22. April, im Main-Tower: „Die WIBank hat den einzelnen Adressaten der Förderung im Blick und macht mit dem richtigen Mix der Förderprodukte ihr Angebot für ihn stets attraktiv. Mit dieser Strategie liegt die WIBank seit Jahren auf Erfolgskurs“, sagte Brenner. 

Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir lobte die WIBank als verlässlichen Finanzpartner und Dienstleister der Landesregierung bei der Umsetzung ihrer Förderprogramme. „Ob im sozialen Wohnungsbau, bei der Erschließung unseres Landes mit schnellen Datenleitungen, bei der Unterstützung von Gründerinnen und Gründern – die WIBank sorgt dafür, dass Darlehen, Zuschüsse und Wagniskapital dort ankommen, wo sie gebraucht werden. In vielen Bereichen schließt die WIBank Lücken im Angebot – unter anderem mit dem erfolgreichen Mikrodarlehens-Programm. Um auf die Nachfrage zu reagieren, werden wir die Höchstgrenze dieses Programms ab Juli von 15.000 auf 25.000 Euro anheben.“ 

2014 war ein stabiles Jahr für die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen. Das Neugeschäftsvolumen des hessischen Förderinstituts betrug rund 2,2 Milliarden Euro und liegt damit auf dem langfristigen Entwicklungspfad. 

Eine besonders positive Entwicklung weist die Finanzierung von Infrastrukturprojekten in Hessen auf. Die WIBank unterstützt hier, zum Teil in konsortialer Zusammenarbeit mit anderen Kreditinstituten, Projekte in unterschiedlichen Bereichen der öffentlichen Daseinsvorsorge. Dazu gehören Maßnahmen in der Krankenhaus- und Energieversorgung, der kommunalen Bodenentwicklung sowie im Brand- und Katastrophenschutz. Das Abschlussvolumen belief sich in 2014 auf insgesamt 128,9 Millionen Euro, gegenüber 56,0 Millionen Euro im Vorjahr. Hierzu Gottfried Milde, Sprecher der Geschäftsleitung der WIBank: „Die zentrale Anforderung an eine Förderbank besteht darin, unternehmerisches, kommunales und gesellschaftliches Gestalten zu unterstützen – damit halten wir Förderung dort bereit, wo sie gebraucht wird. Dabei orientiert sich die Strategie einer Förderbank nicht primär an Volumen und Quantität ihrer Förderungen. Vielmehr geht es darum, qualitativ hochwertige und passgenaue Unterstützung zu bieten, damit vorhandene Gelegenheiten bestmöglich wahrgenommen werden können.“ 

Die WIBank sieht es als eine ihrer Kernaufgaben an, bezahlbaren Mietwohnraum zu schaffen. Bürger mit niedrigem Einkommen sollen auch in Ballungsgebieten wie dem Rhein-Main-Gebiet mit Wohnraum versorgt werden können. Daher stellt der soziale Wohnungsbau eine tragende Säule im Geschäftsmodell der WIBank dar und hat 2014 einen Zuwachs erfahren. 

Die Förderung zur Errichtung neuer Gebäude im sozialen Mietwohnungsbau erlebte ein Wachstum von 29,2 Mio. € auf 40,3 Mio. €. Für Modernisierungen belief sich die Steigerung gegenüber 2013 auf 2,1 Mio. €, so dass im vergangenen Jahr 5,3 Mio. € Verwendung fanden.

Ein weiteres Mittel zur dauerhaften Wohnraumversorgung stellt der Erwerb von Belegungsrechten an Bestandswohnungen dar. Hier wurde das bereitgestellte Zuschusskontingent von 5,0 Mio. € fast vollständig ausgeschöpft.

Die Bewilligungen von Zuschüssen für studentisches Wohnen stiegen von 0,7 Mio. € auf nunmehr 1,7 Mio. € an.

Durch das Sonderprogramm der Landesregierung ist eine weitere Stärkung dieses Aufgabengebietes vor allem im sozialen Wohnungsbau und beim studentischen Wohnen vorgesehen. Ein neues Programm für die Förderung von Mietwohnungen für Bezieher mittlerer Einkommen soll zur Jahresmitte hinzukommen.

2014 erzielte die WIBank auch in der Wohneigentumsförderung eine deutliche Steigerung des Bewilligungsvolumens. Es lag mit 39,6 Mio. € für insgesamt 443 Projekte deutlich über dem Vorjahresergebnis von 31,9 Mio. € für 392 Fälle. Mehr als der Hälfte der Antragsteller kaufte dabei Bestandsimmobilien. 

Für investitionsfreudige Unternehmen herrschten 2014 aufgrund eines niedrigen Zinsniveaus sehr gute Marktbedingungen. Auch das Förderdarlehensprogramm Gründungs- und Wachstumsfinanzierung konnte 2014 eine spürbare Nachfrage verzeichnen: Es wurden Darlehen in Höhe von 285,8 Mio. € ausgereicht und damit Investitionen von 438,3 Mio. € angestoßen.

Die hessischen Unternehmerinnen und Unternehmer fragen verstärkt Beteiligungskapital nach, insbesondere im Existenzgründungsbereich. Hier setzt die WIBank mit ihrem breiten Produktportfolio an. Über die Tochter Beteiligungs-Managementgesellschaft Hessen mbH bietet die WIBank Beteiligungen an. Das Gesamtbeteiligungsvolumen belief sich 2014 auf 11,5 Mio. €. „Auf risikotragende Produkte und die stärkere Finanzierung von Start-ups werden wir uns auch in Zukunft konzentrieren. Hessen ist Gründerland. Mit seinen hervorragenden Hochschulen ist dieses Land bestens gerüstet, auch Zukunftsthemen wie etwa „Digitalisierung“ und Industrie 4.0“ voranzutreiben“, so Dr. Michael Reckhard, Mitglied der Geschäftsleitung der WIBank. 

Das Geschäftsfeld „bilden & beschäftigen“, in dem größtenteils Mittel aus den Europäischen Strukturfonds zum Einsatz kommen, bündelt die Aktivitäten der europäischen und der hessischen Arbeitsmarktpolitik. Dabei nimmt die WIBank die Förderung von Maßnahmen der beruflichen Ausbildung, Qualifizierung und Beschäftigung wahr. Es kamen fast 41 Millionen Euro in Form von Zuschüssen zur Ausschüttung. Insgesamt konnten so fast 2.600 neue Maßnahmenplätze geschaffen und 1.400 benachteiligten jungen Menschen die Erwerbsintegration erleichtert werden. 

Im Jahr 2014 erhöhte sich die Bilanzsumme der WIBank von 14,5 Mrd. € auf 15,9 Mrd. €, was im Wesentlichen auf das Kreditneugeschäft zurückzuführen ist.

Das Fördervolumen der WIBank betrug zum 31.12.2014 rund 16,3 Mrd. € und hat sich gegenüber dem Vorjahr um + 547,1 Mio. € oder + 3,5 % erhöht.

Die Vermögensstruktur der WIBank blieb unverändert. Sie ist geprägt vom Kredit- und Treuhandgeschäft. Hierbei betragen die Forderungen an Kreditinstitute und Kunden ca. 15,1 Mrd. €. Dies entspricht, wie auch schon 2013, 95 % der Bilanzsumme.

Im Geschäftsjahr 2014 konnte die wesentlichen Ertragskomponenten der WIBank um 4,1 Mio. € gegenüber dem Vorjahr auf insgesamt 87,5 Mio. € gesteigert werden. Hierbei handelt es sich zum einen um den Zinsüberschuss einschließlich der laufenden Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen und zum anderen um das Provisionsergebnis. Das Zinsergebnis betrug 2014 alleine 49,8 Mio. €. Hier profitiert die WIBank von der kontinuierlichen Geschäftsausweitung der vergangenen Jahre, die aktuelle Rückgänge aufgrund der historischen Niedrigzinsphase ausgleicht. Die zweite bedeutende Ertragskomponente, der Provisionsüberschuss, belief sich auf 37,7 Mio. €. Er setzt sich vor allem zusammen aus der Vergütung von erbrachten Dienstleistungen im Rahmen der Übernahme von hoheitlichen Aufgaben für das Land Hessen sowie aus den Verwaltungskostenbeiträgen für die Treuhandkredite.

"Die WIBank weist wie auch schon im Geschäftsjahr 2013 einen Jahresüberschuss von 12,3 Mio. € aus. Der Gewinnverwendungsvorschlag sieht vor, 2,5 Mio. € in die Gewinnrücklagen der WIBank einzustellen. Der gemäß § 16 des Gesetzes über die Wirtschafts- und Infrastruktur Hessen durch die Ergebnisübernahme in der Helaba thesaurierte und ebenfalls für Förderzwecke einzusetzende Anteil liegt demnach bei 9,8 Mio. €", erläuterte Eckhard Hassebrock, Mitglied der Geschäftsleitung der WIBank, abschließend.

 

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