©Rieke Rauert

ROOM N°1 - Mit kleinem Startkapital Großes bewirken

2013 sieht Rieke Rauert ihre Chance und gründet ROOM N°1. Ihre Leidenschaft für Inneneinrichtung macht sie zu ihrem Beruf - 5 Jahre später ist sie erfolgreiche Unternehmerin und betreut zunehmend größere Projekte. Als eine der ersten Hessen-Mikrodarlehen-Kundinnen treffen wir Frau Rauert und blicken gemeinsam zurück.


Was hat sich in der Zwischenzeit getan?
Mein Angebot hat sich auf jeden Fall erweitert und die Projekte sind größer geworden. Ich bin mittlerweile auch über die Grenzen Frankfurts hinaus bekannt und begleite Projekte deutschlandweit z.B. in Berlin, München und Hamburg. Außerdem halte ich auch viele Vorträge vor Immobilieninvestoren und Immobilienbüros und berate zunehmend auch Privatpersonen.

Der neue Trend ist die Vermietung möblierter Appartements. Deshalb gewinne ich auch viele Aufträge in diesem Bereich und richte Wohnungen „ready to use“, also bezugsfertig ein. Und das ist wörtlich zu nehmen, sogar die Kuchengabeln liegen schon an Ort und Stelle.

Mittlerweile setzen sich meine Aufgaben aus 1/3 Home Staging und 2/3 Einrichten und Möblieren von Musterwohnungen, Showrooms und Häusern/Appartements zusammen. Home Staging ist mittlerweile eher zu einem Nebengeschäft geworden, gerade in Großstädten braucht es das nicht immer. Wohnungen gehen hier auch so schnell weg.
Man kann sagen, dass ich von der reinen Konzeptentwicklung bis hin zur kompletten Einrichtung, von einzelnen Zimmern bis zu 200 Appartements, alles abdecke.

Wo sehen Sie ihre Stärken? Was unterscheidet Sie von anderen?
Meine Stärke ist die Kombination aus Kreativität, Trendgespür und Vorstellungskraft einerseits und betriebswirtschaftlichem Know-How andererseits. Das macht mich zu einer erfolgreichen Unternehmerin und Geschäftsführerin. Es geht nicht nur darum, Farben und Stoffe auszuwählen, sondern auch Projekte passend zu kalkulieren. Dadurch wird man auch professioneller wahrgenommen. Darüber hinaus sind verlässliche Kooperationspartner das A und O.

Und ganz wichtig finde ich es, flexibel zu bleiben. Man muss Trends beobachten, das Produktportfolio stetig anpassen und überlegen, wie man sich weiterentwickeln und positionieren kann.

Gab es rückblickend einen besonderen Moment oder eine Art Meilenstein und Sie haben gemerkt, dass sich etwas veränderte?
Es war eher ein schleichender Prozess. Seit der Gründung vor fünf Jahren ist meine Firma langsam aber stetig gewachsen und die Auftragslage hat sich stabilisiert. Allerdings war 2016 ein besonderes Jahr. Rückblickend würde ich sagen, war das Jahr so entscheidend, weil so viel passiert ist: Ich habe viele neuen Kunden akquiriert, viel mehr Anfragen bekommen und große Projekte in Berlin umgesetzt. Das wäre 2015 noch nicht in diesem Umfang denkbar gewesen.

Was hat Ihnen besonders geholfen bei der Verwirklichung Ihrer Idee?
Der Rückhalt meiner Familie war entscheidend. Mein Mann stand von Anfang an hinter mir und fand die Idee super. Aber auch ich selbst habe mir die Selbstständigkeit zugetraut. Hinzukam, dass es ein solches Angebot in Frankfurt noch nicht gab. Die Voraussetzungen konnten also nicht besser sein und dann dachte ich, probier’s mal.
Heute ist natürlich auch die gute Zusammenarbeit mit meinen Kooperationspartnern entscheidend, um vor allem große Projekte in einer angemessenen Zeit umzusetzen.

Das klingt jetzt alles so einfach und problemlos, aber das war es bestimmt nicht, oder? Vor welchen Herausforderungen stehen bzw. standen Sie?
Na klar, das will ich auch nicht abstreiten. 2012 kam ich nach Frankfurt und habe mich direkt 2013 selbstständig gemacht und ROOM N°1 gegründet. Am Anfang war es vor allem schwer mir ein passendes Netzwerk in Frankfurt aufzubauen, da ich neu in der Stadt war. Keiner kannte mich und umgekehrt. Deswegen musste ich viele Klinken putzen. Ich habe Netzwerkveranstaltungen besucht, Immobilienbüros angesprochen, bin zu Spatenstichen bei Neubauprojekten gegangen und habe die Entscheider und Projektleiter direkt angesprochen. In den ersten zwei Jahren habe ich hauptsächlich Netzwerkarbeit betrieben.

Das Fußfassen war besonders schwer. Als ich dann aber die ersten zwei großen Referenzen hatte, hat sich vieles verändert. Meine Referenzen überzeugten Neukunden und so kam das Geschäft langsam ins Rollen. Mund zu Mund Propaganda ist in diesem Bereich ganz entscheidend und 2018 habe ich dann sogar meine ROOM N°1 GmbH gegründet.

Aber auch heute habe ich noch die ein oder andere schlaflose Nacht bei großen Projekten, die mit einem finanziellen Risiko einhergehen. Das wird sich vermutlich auch nie ändern.

Wie geht es weiter? Welche Pläne gibt es?
2019 stehen wieder zahlreiche Projekte auf dem Plan von Einrichtungskonzepten über Vorträge und Möblierungen. Ich werde mich aber auch einer neuen Herausforderung stellen und mit einem zweiten Unternehmen durchstarten. Um was es geht, verrate ich noch nicht. Wir sind gerade noch in der Entwicklungs- und Testphase.

Was treibt Sie an? Was fasziniert Sie an ihrem Job?
Ich habe einfach Spaß an meiner Arbeit. Ich finde es toll, mir die Dinge selbstständig zu erarbeiten und Entscheidungen zu treffen. Natürlich motivieren mich ein erfolgreicher Kundentermin oder positives Kundenfeedback nach einem erfolgreichen Projekt auch sehr. 

Was raten Sie anderen Gründern? Welche Tipps können Sie Ihnen mit auf den Weg geben? Was ist Ihr Erfolgsrezept?
Einfach machen und loslegen, das ist das Wichtigste. Alles andere ergibt sich dann mit der Zeit. Es ist nicht wichtig, gleich von Beginn an die perfekte Visitenkarte, Homepage oder ein repräsentatives Büro zu haben. Ich habe immer darauf geachtet, sinnvoll und sparsam zu investieren. Man sollte sich nicht übernehmen, aber man sollte wissen, wo man hin will und Schritt für Schritt seine Ziele verfolgen und umsetzen. Und gerne auch groß denken! Das fällt vor allem Frauen häufig schwer. Eine gute Idee, ein Gespür für Trends, Mut und ein bisschen Glück – diese Mischung macht es aus.

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