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Geschäftsbericht 2010 liegt vor

Der Geschäftsbericht 2010 umfasst das erste vollständige Geschäftsjahr für die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) und es hat gezeigt, dass die Verschmelzung der beiden hessischen Förderbanken Investitionsbank Hessen und LTH – Bank für Infrastruktur zur WIBank erfolgreich vollzogen ist.

Das Neugeschäft der WIBank stieg von 2,4 Mrd. Euro in 2009 auf 3,0 Mrd. Euro in 2010 an.

Die Hälfte unserer Finanzierungszusagen – rund 1,5 Mrd. Euro - haben wir hessischen Kommunen erteilt, die ihre Infrastruktur damit stärken konnten. Gefördert wurde die Modernisierung von Schulen, Sportstätten, Krankenhäusern und Verwaltungsgebäuden; aber auch der öffentliche Personennahverkehr profitierte von unseren günstigen Finanzierungsmöglichkeiten.

 

Die Betreuung der Konjunkturprogramme des Bundes und des Landes Hessen war für die WIBank eine große Herausforderung und umso mehr sind wir erfreut, dass diese Aufgabe erfolgreich bewältigt werden konnte. Im Jahr 2010 haben wir für kommunale Investitionsmaßnahmen aus den Konjunkturprogrammen knapp 1,1 Milliarden Euro für insgesamt 3.459 Projekte bewilligt.

 

Im gleichen Zeitraum konnte die Wirtschaftsförderung, hier insbesondere die Gründungs- und Wachstumsfinanzierung Hessen, eine erhebliche Steigerung verzeichnen: Das Volumen des Neugeschäftes stieg auf knapp 200 Mio. Euro an – 2009 waren es noch 152 Mio. Euro gewesen. Wir werten die steigende Investitionsbereitschaft der kleinen und mittleren Unternehmen in Hessen auch als Zeichen dafür, dass der Mittelstand  hervorragend aufgestellt ist und die Auswirkungen der Wirtschaftskrise meistern konnte.

 

Mit Blick auf die Herausforderungen, denen sich mittelständische Unternehmen in der Wirtschaftskrise ausgesetzt sahen, hat die WIBank gemeinsam mit dem Land Hessen im März 2010 das Programm „Kapital für Kleinunternehmen“ aufgelegt. Es handelt sich um Nachrangdarlehen, die der Verbesserung der Finanzierungsstruktur sowie der Liquiditätssituation hessischer Unternehmen und Freiberufler dienen und diesen die Aufnahme zusätzlichen Fremdkapitals ermöglichen.

 

Ein aus unserer Sicht sehr erfreuliches Ergebnis unserer Geschäftstätigkeit im Jahre 2010 ist die Schaffung und Sicherung von 18.490 Arbeitsplätzen in Hessen. Diesem arbeitspolitischen Effekt  sehen wir uns in besonderer Weise verpflichtet und werden dies auch künftig bei der Konzeption von Programmen als strategischen Schwerpunkt definieren.

Die Bedeutung einer zukunftsgerichteten Immobilienentwicklung stellt auch das Fördergeschäft der WIBank angesichts des demographischen Wandels vor neue Herausforderungen. Beispielsweise haben wir der gestiegenen Nachfrage nach Sozialmietwohnungen im Ballungsraum Rhein-Main Rechnung getragen, indem hier deutlich mehr Mittel als im Vorjahr bereitgestellt wurden. Ein weiterer Tätigkeitsschwerpunkt lag in der Schaffung von altengerechten Wohnungen im Rahmen des sozialpolitischen Ansatzes „Betreuten Wohnens“. Auch wirken wir durch die Bereitstellung entsprechender Finanzierungsmittel daran mit, die energetischen Ziele von Bund und Land im Bereich des Wohnens umzusetzen, und zudem ermöglichen wir breiten Bevölkerungsgruppen die Bildung von Wohneigentum.

 

Zum April 2010 erfolgte die Übernahme der Landwirtschaftsförderung aus den Europäischen Agrarfonds durch die WIBank. Als Erfolg werten wir hierbei, dass die WIBank rund 22.900 landwirtschaftlichen Betriebe ihre Betriebsprämien bereits Anfang Dezember, und damit sehr viel früher als in anderen Bundesländern, auszahlen konnte. Dies verdeutlicht aus unserer Sicht, dass Bank-Know-How im Zahlungsmanagement eines Fördergeschäftes für alle Beteiligten einen Gewinn darstellt.

Neue Darstellung

Neu in der Darstellung unseres Geschäftsberichts ist die nach Kreisen geordnete Abbildung der Fördermaßnahmen je Fördersegment, die einen schnelleren und gezielten Überblick ermöglicht.

Bereits zum zweiten Mal komplettieren die Berichterstattung des Geschäftsberichts konkrete Förderbeispiele, die anschaulich die Arbeit einer Förderbank nachzuvollziehen helfen.

 

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