Förderprogramm „Kapital für Kleinunternehmen“ wird bis Ende 2011 verlängert
- 109 Anträge mit einem Darlehensvolumen in Höhe von insgesamt 5,2 Mio. € zugesagt
- Damit konnten Investitionen in Höhe von 9,2 Mio. € angestoßen und 548 Arbeitsplätze gesichert werden
- Der Dienstleistungssektor ist mit 32 Anträgen und einem Volumen von 1,7 Mio. € am stärksten vertreten
- Programm bis 31.12.2011 verlängert.
Trotz Wirtschaftsaufschwungs bleibt Bedarf weiterhin hoch
Hessen scheint in diesen Tagen die Anzeichen für eine wieder erstarkende Wirtschaft besonders deutlich zu spüren. Die Finanzkrise ist indes noch nicht überwunden und die Auswirkungen auf die heimische Wirtschaft sind entsprechend ungewiss. Doch bei genauerer Betrachtung des Geschäfts im Jahr 2010 besteht Anlass zu vorsichtigem Optimismus.
Um mit künftigen Unwägbarkeiten und auch akuten Engpässen besser umgehen zu können, vergibt die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen seit Mitte 2010 im Rahmen des Förderprogrammes „Kapital für Kleinunternehmen“ Darlehen, die nicht besichert werden (Nachrangdarlehen). Diese Darlehen werden im Hausbankenverfahren an Kleinunternehmen im Bereich der gewerblichen Wirtschaft und an freiberuflich Tätige, die ihren Sitz in Hessen haben, ausgereicht.
Die Finanzierungsmittel sollen zur Verbesserung der Finanzierungsstruktur sowie der Liquiditätssituation bei Unternehmen und Freiberuflern dienen und ihnen die Aufnahme zusätzlichen Fremdkapitals ermöglichen.
Das zur Verfügung stehende Volumen beläuft sich auf 30 Millionen Euro. Das Darlehen der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen beträgt im Einzelfall mindestens 25.000,00 € und maximal 75.000,00 €. Voraussetzung für die Gewährung ist, dass die Hausbank ein weiteres Darlehen an den Endkreditnehmer in Höhe von mindestens 50 Prozent des Darlehensbetrags der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen ausreicht.
Seit Programmstart hat sich die Nachfrage nach Darlehen aus diesem Förderprogramm ständig erhöht. Optimistisch stimmt die Motivationsentwicklung, die Kreditnehmer zu einer Inanspruchnahme unseres Programms veranlasst: Während zu Beginn des Programms die Anträge aufgrund von Liquiditätsproblemen gestellt wurden, erfolgt die Antragstellung derzeit vorwiegend aus finanzstrategischen Gründen, insbesondere im Hinblick auf eine Verbesserung der Bilanzstruktur sowie der Ratingeinstufung. Diese verbesserten Bilanzstrukturen erleichtern den Unternehmen den Zugang zu Fremdkapital und ermöglichen damit weitere Investitionen.
Von Mai bis Ende Dezember 2010 wurden insgesamt 109 Anträge mit einem Darlehensvolumen in Höhe von insgesamt 5,2 Mio. € zugesagt. Damit konnten Investitionen in Höhe von 9,2 Mio. € angestoßen und 548 Arbeitsplätze gesichert werden.
Räumlich verteilt sich die Nachfrage nach dem Programm in Hessen wie folgt: Es entfielen 61 Anträge (Volumen von 2,9 Mio. €) auf den Regierungsbezirk Darmstadt, 27 Anträge (Volumen von 1,1 Mio. €) auf den Regierungsbezirk Kassel und 21 Anträge (Volumen von 1,2 Mio. €) auf den Regierungsbezirk Gießen.
Und auch in den nachfragenden Branchen gibt es Unterschiede:
Der Dienstleistungssektor ist mit 32 Anträgen und einem Volumen von 1,7 Mio. € am stärksten vertreten. Danach folgen das Baugewerbe mit 29 Anträgen und einem Volumen von 1,2 Mio. € und der Groß- und Einzelhandel mit 28 Anträgen und einem Volumen von 1,4 Mio. €.
Aufgrund der nach wie vor regen Nachfrage nach Kreditmitteln aus diesem Programm wird das ursprünglich bis zum 31.12.2010 befristete Förderprogramm bis zum 31.12.2011 verlängert.
Die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) ist eine rechtlich unselbständige Anstalt in der Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale – Helaba. Das Institut bündelt nahezu das gesamte öffentliche Fördergeschäft in Hessen. Der Europäische Strukturfonds und die europäische Landwirtschaftsförderung werden hier administriert, die Förderprogramme des Bundes und der Großteil der Programme des Landes Hessen umgesetzt. Darüber hinaus bietet die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen auch eigene Finanzierungsprogramme zu einem günstigen Zinssatz an. Dieses Aufgabenspektrum ist in der Landschaft der Förderbanken der Bundesrepublik Deutschland einzigartig. Die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen arbeitet wettbewerbsneutral mit allen Banken und Sparkassen zusammen.
Ansprechpartner für das Programm in der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen ist:
Matthias Jung
Tel. 069 / 9132-7856
E-Mail: » matthias.jung@wibank.de
Die WIBank berät über das Programm auch vor Ort. Die Termine der Unternehmersprechtage finden sich auf unserer Homepage im Terminkalender unter » http://www.wibank.de/de/Foerderberatung.html.
Weiterführende Informationen und Einzelheiten beispielsweise zu Berechtigten, Verwendungszweck und Antragsverfahren des Programms sind ebenfalls im Internet unter » http://www.wibank.de/de/Foerderprogramme/Wirtschaft/Kapital-Kleinunternehmen.html abrufbar.
Ansprechpartner
Claudia Ungeheuer
Leitung Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Tel: +49 (0)69 9132-3716
Fax: +49 (0)69 9132-8-3716
E-Mail: » Claudia Ungeheuer
Standort
Offenbach
Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen
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63067 Offenbach am Main
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Fax: +49(0)69 9132-4636
Termine
21.05.2012 Unternehmersprechtag in Offenbach, Industrie- und Handelskammer
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22.05.2012 Unternehmersprechtag in Darmstadt, Industrie- und Handelskammer
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24.05.2012 Unternehmersprechtag in Hanau, Industrie- und Handelskammer
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24.05.2012 Unternehmersprechtag in Wiesbaden, Industrie- und Handelskammer
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05.06.2012 Unternehmersprechtag in Wetzlar, Industrie- und Handelskammer
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05.06.2012 Unternehmersprechtag in Darmstadt, Industrie- und Handelskammer
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